Runder Tisch soll über bessere Nutzung der Festungsanlage beraten

Staaken. Die Arbeits- und Schutzgemeinschaft Fort Hahneberg eröffnet zu Ostern ihre Saison. Noch im Frühjahr soll zudem ein Runder Tisch Möglichkeiten zur intensiveren Nutzung der Festungsanlage ausloten.

Für Kinder wird der Besuch der Festung im einstigen Grenzgebiet zwischen Spandau und der DDR am Ostersonntag, 31. März, zum Abenteuer. In den für die Führungen zugelassenen Bereichen sind kleine Osternester versteckt. Um 15 Uhr wird zudem ein kleiner Goldhase verlost. Die Führungen über die Ostertage beginnen am 29., 30. und 31. März jeweils um 14 und 16 Uhr. Die Teilnahme kostet fünf Euro, Kinder bis zwölf Jahre zahlen nichts. Die Führungen werden dann bis Ende Oktober sonnabends, sonntags und feiertags um 14 und 16 Uhr angeboten.Noch im Frühjahr soll zudem ein Runder Tisch aus Bezirksamt, Bezirksverordneten und der Arbeitsgemeinschaft über eine bessere Nutzung der Anlage beraten. Das in der Zeit von 1882 bis 1886 errichtete Fort war 2009 von der Kulturabteilung in die Zuständigkeit des Tiefbau- und Landschaftsplanungsamts gewechselt. Wegen möglicher Gefahren für Besucher wurden größere Bereiche komplett gesperrt, der Besuch der Festung ist nur auf den für die Führungen festgelegten Wegen möglich. Größere Veranstaltungen sind zurzeit nicht möglich. Zudem gilt das Fort als Winterquartier von Fledermäusen, was eine Winterpause von Oktober bis April bedeutet.

Schon im vergangenen Jahr hatte sich der SPD -Bundestagsabgeordnete Swen Schulz dafür eingesetzt, das Oberstufenzentrum Bautechnik (Knobelsdorff-Schule), das direkt neben der Festung eine Außenstelle betreibt, wieder stärker in Erhalt und Sanierung der Anlage einzubeziehen. Die dortigen Ausbilder sehen im Fort eine ideale Möglichkeit, ihre Schüler mit der denkmalgerechten Sanierung historischer Gebäude vertraut zu machen.

Laut Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU) ist der Bezirk "weiterhin daran interessiert, die Führungswege auszuweiten und die bauliche Unterhaltung des Forts sicherzustellen". Das Oberstufenzentrum sei dabei ein "gern gesehener Gast und Partner". Dass auf dem Fortgelände noch unverbaute Steine in großer Stückzahl lagern, begründet Röding damit, dass dieses Material nicht den Vorstellungen des Denkmalschutzes entspreche. Ein Baustopp sei jedoch nicht verhängt worden.


Christian Schindler / CS
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