Verein baut auf Zusagen des Bezirksamtes

Staaken. Der Verein Bruno-H.-Bürgel-Sternwarte sieht im 31. Jahr ihres Bestehens optimistisch in die Zukunft. Zuletzt hatten Gerüchte die rund 80 Vereinsmitglieder beunruhigt, dass das ehemalige Zollhaus an der Heerstraße 531 vom Bezirk an den Liegenschaftsfond übergeben werden könnte.

Doch diese Bedenken zerstreut Bildungs- und Kulturstadt Gerhard Hanke (CDU): "Die Immobilie wechselt aus meinem Fachvermögen ins Facility Management des Bezirks." Von dort werden die Liegenschaften des Bezirks zentral verwaltet. Hanke ist zurzeit gleich zweifach für das Gebäude zuständig: Die Astronomen, die an jedem Freitag um 19 Uhr wissenschaftliche Vorträge anbieten, teilen sich das Haus mit dem Arbeitskreis Spandauer Künstler.Die Gerüchte über einen Wechsel zum Liegenschaftsfond waren aufgekommen, als sich Experten des Bezirks die Leitungssysteme des Gebäudes aus dem Jahre 1962 ansahen. Hier wird gerade eine umfangreiche Erneuerung geprüft. "Mit der geplanten Strangsanierung zeigen wir, wie wichtig uns das Gebäude ist", sagt auch Fabian Albert, Verwaltungsleiter für Weiterbildung und Kultur in Hankes Abteilung.

Die am 6. April 1982 gegründete Sternwarte zog zehn Jahre nach ihrer Gründung in das ehemalige Zollhaus. Der Standort ist ein Glücksfall für den Verein. Schon 1990 konnte er auf dem benachbarten Hahneberg eine Beobachtungskuppel errichten. Seit 2005 ermöglicht dort ein 61-Zentimenter-Spiegelteleskop besonders genaue Blicke "zu den schönsten Nebeln und Sternenhaufen", wie es in der Eigenwerbung des Vereins heißt. Im Gebäude an der Heerstraße befinden sich unter anderem der Vortragssaal und eine Werkstatt. "Viele Geräte, die wir bauen, sind auf dem Markt gar nicht erhältlich", erklärt der Vereinsvorsitzende Günter Mekas die Notwendigkeit dieses Raumes. Hier erproben oft auch Jugendliche die Verbindung zwischen Handwerk und Wissenschaft.

Den nächsten Vortrag an der Heerstraße 531 hält am 1. März um 19 Uhr Peter Herenz vom Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam über neue Erkenntnisse aus der Milchstraßen-Entstehung. Der Eintritt kostet vier Euro, ermäßigt zwei Euro. Weitere Information über die Sternwarte und die Öffnungen der Beobachtungskuppel unter 363 62 42 oder www.bhb-sternwarte-berlin.de.

Christian Schindler / CS
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