Ab Herbst wird gebaut: Kommunales Bildungswerk stellt Pläne für das Kulturhaus vor

Andreas Urbich (rechts) erläutert bei einem Rundgang seine Pläne. (Foto: Bernd Wähner)
 
So wie hier im Foyer fand im gesamten Haus eine Analyse der Farbschichten an den Wänden statt. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Kulturhaus Peter Edel |

Weißensee. Das frühere Kulturhaus „Peter Edel“ an der Berliner Allee 125 macht noch einen sehr heruntergekommenen Eindruck. Aber noch in diesem Herbst sollen dort die Sanierung und der Umbau beginnen.

Im Vorfeld der Bauarbeiten wurde bereits die Bausubstanz unter die Lupe genommen. Da wurden Farbschichten an den Wänden untersucht, und der Fußboden wurde mittels Bohrkernuntersuchung analysiert. Inzwischen stünden die Pläne für die anstehenden Arbeiten, sagt Dr. Andreas Urbich, Geschäftsführer vom Kommunalen Bildungswerk (KBW). Der Verein schloss im vergangenen Jahr einen Erbbaurechtsvertrag mit dem Fachbereich Facility Management des Bezirksamtes ab. Ziel des KBW ist es, aus dem maroden Gebäude ein Kultur-, Bürger- und Bildungszentrum zu machen.

Bei einer Führung durch das Haus, die durch den Abgeordneten Dennis Buchner (SPD) organisiert wurde, präsentierte Andreas Urbich die inzwischen ausgearbeiteten Pläne für den Gebäudekomplex. Dessen Schmuckstück ist zweifellos der 325 Quadratmeter große Saal mit Bühne. „Dieser steht unter Denkmalschutz und wird natürlich erhalten.“ Allerdings wird er nach Stand der Planung völlig entkernt und, orientiert am ursprünglichen Zustand, saniert. „Diesen Saal werden wir selbst für Konferenzen und Veranstaltungen nutzen“, sagt Urbich. „Aber er steht auch Weißenseer Vereinen und Initiativen für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Hier könnten zum Beispiel Konzerte oder Tanzveranstaltungen stattfinden. Da sind wir völlig offen und gespannt, was von den Weißenseern an uns herantragen wird.“

Zurückgebaut wird indes der Anbau am Gebäude in Richtung Park. In dessen Erdgeschoss befand sich in den 90er-Jahren unter anderem das Umweltbüro. Die Bausubstanz ist so schlecht, dass eine Sanierung die Baukosten immens in die Höhe treiben würde. Deshalb empfehlen die Architekten den Abriss.

Das historische Gebäude ist indes noch in einem relativ ordentlichen Zustand. Erdgeschoss und die beiden Obergeschosse werden saniert, teilweise um- und ausgebaut. Neben dem großen Saal gibt es im Erdgeschoss noch einen kleinen Saal mit 102 Quadratmeter Fläche. Dieser soll gemütlich eingerichtet werden und könnte künftig zum Beispiel für Kleinkunst genutzt werden. Weiterhin sollen im Gebäude 16 Seminarräume, fünf Büros und eine Cafeteria entstehen. Voraussichtlich werden auch im Keller noch drei Räume ausgebaut, die dann als Probenräume oder für Yoga-Kurse bereitstünden.

Nach derzeitiger Kostenschätzungen seien etwa sechs Millionen Euro zu investieren, berichtet Urbich. Vorgesehen ist zwar, dass das KBW das Gebäude in erster Linie für seine Bildungsangebote nutzt, es soll aber auch für Kultur-, soziale und Nachbarschaftsangeboten zur Verfügung stehen. Damit das Haus mit Leben gefüllt wird, ist das KBW offen für Ideen, Vorschläge und Anfragen von Weißenseer Vereinen und Bürgern. Diese können mit dem KBW per E-Mail info@kbw.de Kontakt aufnehmen. Nach dem Baubeginn im Herbst soll im und am Haus zügig gearbeitet werden. „Wir hoffen, dass wir zum Weißensee Blumenfest 2019 eröffnen können“, sagt Andreas Urbich zuversichtlich. BW

Weitere Informationen zum KBW auf www.kbw.de.
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