Dokan plant an der Berliner Allee einen Neubau

Guido Wallmann, der Chef des Sportclubs Dokan, wird die inzwischen marode Sportstätte am Weißen See durch einen Neubau ersetzen lassen. (Foto: BW)
Berlin: Docan-Sportcenter |

Weißensee. Die Pläne für das neue Dokan-Sportcenter an der Berliner Allee 127 stehen. Guido Wallmann, der Chef des Sportclubs Dokan, und sein Architekten-Team stellten sie auf der vergangenen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses erstmals öffentlich vor.

Klar ist jetzt: Die frühere Sportstätte am Weißensee ist inzwischen derart marode, dass sie abgerissen wird. Ein Umbau der alten Gemäuer, so wie er ursprünglich vorgesehen war, ist sowohl technisch als auch finanziell nicht mehr leistbar.

An Stelle des früheren Sportgebäudes wird ein lichtdurchfluteter Neubau entstehen. Errichtet wird er auf einer Grundfläche von 1250 Quadratmetern. Er wird zwei Geschosse haben. In den Räumen zur Wohnbebauung an der Berliner Allee hin werden Büro, Physiotherapie und Lager eingeordnet. Zum Park hin entstehen dann der Sport- und Fitnessbereich, Kursräume, ein Wellnessbereich mit kleinem Schwimmbecken sowie Umkleidekabinen. Außerdem wird ein Bereich für die Kinderbetreuung eingerichtet. Geplant ist außerdem ein kleines Café.

Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) lobt die Planungen: "Der Neubau wird auf jeden Fall diesen Ort am Park am Weißen See bereichern." Auch die anderen Bezirksverordneten zeigten sich von den Planungen sehr angetan.

Die frühere Sportstätte am Weißen See war ursprünglich vor 1920 als Pferdestall des Schlosses Weißensee errichtet worden. Nach mehreren Umbauten ist es von 1925 bis 1927 um eine Halle erweitert worden. Dort wurden zunächst Kinofilme gezeigt. 1962/63 gab es weitere Umbauten. Die Immobilie wurde danach komplett als Sportstätte genutzt.

Im Dezember 2008 musste das Gebäude wegen eines Schadens an der völlig veralteten Niederdruckdampfheizung geschlossen werden. Dem Bezirk fehlten die Mittel für die Sanierung. Deshalb entschied man sich, die Immobilie an einen Interessenten zu übergeben. Dieser sollte das Gebäude für eine sportliche Nutzung wieder auf Vordermann bringen.

Nach einem Interessenbekundungsverfahren sprachen sich die Bezirkspolitiker dafür aus, mit dem Sportclub Dokan einen Erbbaurechtsvertrag zu abschließen. Dieser hat bisher seinen Sitz an der Pistoriusstraße 4. Hier bietet er Karate, inzwischen aber auch Tanz- und Gesundheitssportkurse.

Weil er an der Pistoriusstraße mit seinen stetig wachsenden Angeboten und dem immensen Nutzerzuspruch aus allen Nähten platzt, war Dokan auf der Suche nach mehr Raum, und zwar möglichst in der Nähe seines bisherigen Standorts.

Das neue Dokan-Sportcenter soll nun an der Berliner Allee 127 entstehen. Hier wird gleich so bedarfsgerecht gebaut, dass für alle Sportangebote ausreichend Raum vorhanden ist. Gefragt, wann es denn mit dem Bauen losgeht, sagt Guido Wallmann: "Wir stehen in den Startlöchern. Die Planung sind fertig, das Geld steht bereit: Wenn wir vom Bezirk für die Planungen ein O.K. bekommen, reichen wir den Bauantrag ein. Ist der genehmigt, legen wir los."


Bernd Wähner / BW
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