Aktionsbündnis hat mit Unterschriftensammlung begonnen

Das Aktionsbündnis kritisiert die massive Randbebauung des Landschaftsparks. (Foto: Simulation: Casanova/Hernandez)
Berlin: Rathaus Steglitz |

Lichterfelde. Anfang April hat das Bezirksamt das Bürgerbegehren des Aktionsbündnisses Landschaftspark Lichterfelde Süd genehmigt. Jetzt hat auch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung grünes Licht gegeben.

1500 Wohnungen, Gewerbe, Naherholung und Natur sollen auf dem ehemaligen Militärgelände Parks Range zwischen Réamurstraße, Osdorfer Straße, Landesgrenze und S-Bahn vereinbart werden. Das ist die Hauptforderung des Bürgerbegehrens, welches das Aktionsbündnis in Gang gebracht hat. Um erfolgreich zu sein, müssen für das Bürgerbegehren "Natur- und Landschaftsschutz in Lichterfelde mit Wohnen und Arbeiten vereinbaren" in den kommenden sechs Monaten rund 7000 Unterschriften gesammelt werden. In einem sich anschließenden Bürgerentscheid sind noch einmal 20000 Unterschriften erforderlich.

Auf dem rund 100 Hektar großen Gelände am Berliner Stadtrand plant die Groth-Gruppe als Eigentümer des Areals ein neues Wohnviertel mit 2500 Wohnungen. Dafür sollen knapp 40 Hektar bebaut werden, der Rest soll als Landschaftspark der Naherholung dienen. Das Aktionsbündnis fordert in seinem Bürgerbegehren, dass nur 16 Hektar bebaut werden und maximal 1500 Wohnungen entstehen sollen. Die bestehende Naturlandschaft mit ihrer Artenvielfalt sei zu sichern und das Gewerbegebiet am Landweg soll erhalten bleiben. Des Weiteren wird ein unabhängiges Verkehrsgutachten gefordert. Durch das zu erwartende zusätzliche Verkehrsaufkommen befürchtet das Aktionsbündnis ein Verkehrschaos.

Beim Kirschblütenfest am Sonntag, 26. April, startete die Unterschriftensammlung für das Begehren offiziell.

In einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Mittwoch, 13. Mai, 18 Uhr, wird das Aktionsbündnis im ehemaligen BVV-Saal des Rathauses Steglitz, Schloßstraße 37, gemeinsam mit Experten für Naturschutz, Gesundheit und Mieten das Bürgerbegehren vorstellen und für Fragen zur Verfügung stehen.


Karla Menge / KM
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Klaus Krause aus Prenzlauer Berg | 29.04.2015 | 16:05  
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