Straßen werden 2018 wieder nur provisorisch ausgebessert

Das Drama spielt sich jedes Jahr neu ab. Nach der Frostperiode sind viele Straßen so löchrig wie ein Schweizer Käse. Nicht nur Autofahrer sind genervt vom schlechten Zustand der Straßen. Weil in den vergangenen Jahren nie richtig in den Unterhalt investiert wurde, kommt es auf vielen Straßen zum Sanierungsstau.

Steglitz-Zehlendorf hat in diesem Jahr rund 3,4 Millionen Euro für die Straßenunterhaltung zur Verfügung, informiert Stadträtin Maren Schellenberg (Grüne) auf Nachfrage der Berliner Woche. „Aus diesen Mitteln werden hauptsächlich Gehwegschäden und kleinere Fahrbahnschäden repariert“, sagt die Stadträtin.

Im Rahmen des Straßeninstandsetzungsprogramms der Senatsverwaltung für Verkehr bekommt Steglitz-Zehlendorf in diesem Jahr rund 2,77 Millionen Euro für Fahrbahnsanierungen und 650 000 Euro für die Sanierung von Gehwegen. Das ist nicht viel. Immerhin gibt es im Bezirk rund 625 Kilometer Straßenland.

Die schlimmsten Schäden durch Schlaglöcher nach der Frostperiode treten vor allem in den ohnehin schon kaputten Asphaltstraßen auf. Hierzu gehören unter anderem die Königsberger Straße, der Ostpreußendamm, die Kaiser-Wilhelm-Straße, Malteser Straße, Argentinische Allee, Kohlhasenbrücker Straße und die Straße Am Großen Wannsee.

Auch auf dem Munsterdamm sind Schlaglöcher vorprogrammiert. Die Sanierung der vielbefahrenen Hauptverkehrsstraße ist längst überfällig und sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr starten. Doch der beidseitige Ausbau zwischen Steglitzer Damm und Kottesteig verzögerte sich wie berichtet immer wieder.

Um die Frostschäden in den Griff zu bekommen, werden die Gefahrenstellen durch den Fachbereich Tiefbau in der Verwaltung „umgehend provisorisch und auch fachgerecht beseitigt“, teilt Schellenberg mit. Finanziert werden solche Ausbesserungsarbeiten aus Mitteln der Straßenunterhaltung im bezirklichen Haushalt. Großflächige Sanierungen hingegen werden aus Senatsmitteln finanziert.

Wo Straßenschäden auftreten, erfährt das Amt unter anderem auch über den Schlaglochmelder des Bezirks. Das Portal werde von den Bürgern rege genutzt. „Hier gehen zirka 20 bis 40 Meldungen pro Woche ein“, sagt Maren Schellenberg.
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