Fraueninfothek soll bleiben

Coach Nadine Dassain und die Projektleiterinnen Angela Dovifat und Britta Starke (v.l.) helfen den Frauen unter anderem beim Wiedereinstieg in das Arbeitsleben. (Foto: K. Menge)
Berlin: Fraueninfothek |

Steglitz. Die Fraueninfothek ist im Bezirk zu einer der bekanntesten Adresse für Frauen geworden. Seit 2011 bietet die Einrichtung arbeitsuchenden Frauen Unterstützung bei der beruflichen Orientierung und dem Wiedereinstieg in den Beruf. Die Bezirksverordneten setzen sich für eine Fortführung des Projektes ein.

Grund für die Ansiedlung im Bezirk ist der Anteil überdurchschnittlich vieler hochqualifizierter Frauen. Über 40 Prozent haben einen Hochschulabschluss. Die meisten sind unter anderem durch Familie- und Pflegearbeit, persönliche Umbruchsituationen oder Umzug zeitweise aus dem Beruf ausgestiegen und planen einen Wiedereinstieg.

So macht beispielsweise die Änderung des Unterhaltsrechts für viele einen beruflichen Wiedereinstieg unumgänglich. Ein weiterer Grund für den Wunsch nach einer Erwerbstätigkeit ist die drohende Altersarmut vieler Frauen.

Die Fraueninfothek ist das einzige Projekt im Bezirk, das erwerbslose oder von Erwerbslosigkeit bedrohte Frauen und Wiedereinsteigerinnen in den Beruf berät.

Seit Projektbeginn wurden persönliche Beratungssgespräche mit rund 800 Frauen geführt. 25 Prozent der Kundinnen, also etwa 200, sind heute angestellt, weitere sieben Prozent haben sich selbstständig gemacht und 15 Prozent verbesserten ihre Ausgangsposition auf dem Arbeitsmarkt durch eine Qualifizierungsmaßnahme in der Fraueninfothek. Auch Frauen mit anerkannten Abschlüssen und Migrationshintergrund bietet das Projekt die Chance, sich in das Arbeitsleben zu integrieren und für den Lebensunterhalt selbst zu sorgen.

Zum Jahresende läuft die Finanzierung aus Mitteln des ESF sowie aus Landesmitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen aus. Um das Projekt zu retten, setzt sich die Bezirksverordnetenversammlung eine uneingeschränkte und lückenlose Weiterführung des Projektes ab 1. Januar 2016 ein. In ihrem einstimmigen Beschluss wird das Bezirksamt aufgefordert, sich dafür bei der Senatsverwaltung für Finanzen einzusetzen. KM
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