Mama lernt für ihren Sprössling

Karin Fischhuber leitet die Rucksack-Gruppe in der Kita Bibibär, an der viele Eltern teilnehmen. (Foto: K. Menge)

Steglitz. Gemeinsam mit Kita-Kindern und deren Eltern den Rucksack für den Bildungsweg packen – das ist der Ansatz beim Sprachförderprogramm oder auch „Rucksack-Programm“, das derzeit vom DRK Südwest an verschiedenen Kitas im Bezirk angeboten wird.

Wenn sich die Eltern aus dem Rucksackprojekt treffen, gibt es immer viel zu berichten. Zum Beispiel wie der Sprössling die Aufgaben der Arbeitsblätter lösen konnte. Die Arbeitsblätter gehören zu den Rucksack-Materialien. Sie enthalten Anregungen für Eltern, wie sie mit ihren Kleinen die Vielfalt ihrer Muttersprache entdecken können. Dazu gehören Reime, Spiele, Geschichten, Lieder sowie Bastelvorlagen, Suchbilder und Zahlenspiele.

„Das Rucksack-Programm soll bei Sprachentwicklung, Spracherwerb und der Förderung der Zweisprachigkeit helfen. Es richtet sich an alle Eltern mit Kindern zwischen drei und sechs Jahren“, erklärt Karin Fischhuber. Die Mutter eines dreijährigen Sohnes ist Elternbegleiterin der Rucksack-Gruppe in der Kita Bibibär im Immenweg. Sie leitet die Gruppe seit April und arbeitet mit den Eltern zu verschiedenen Schwerpunkten. „Zur Zeit befassen wir uns mit dem Thema Bewegung“, sagt Karin Fischhuber. Dazu hat sie Utensilien wie Hüpfsäcke, Bälle, Springseile und jede Menge Spielideen sowie Arbeitsblätter dabei. Sie zeigt den Müttern, wie sie mit ihren Kindern das Thema so umsetzen können, dass immer der Spaß im Vordergrund steht.

„Das Programm ist eine gute Sache, den Kindern ihre Muttersprache näher zu bringen“, sagt Michaela Herbst. Ihre Tochter wird zwei Jahre alt und ist die Jüngste in der Runde. Für sie sind die praktischen Beispiele immer gute Anregungen für gemeinsames Spielen und Basteln. Sandy Sonntag gehört auch zur Gruppe und hat eine zweieinhalb jährige Tochter. Sie schätzt vor allem den sozialen Kontakt zu anderen Eltern und den Erfahrungsaustausch. Denn auch das ist Bestandteil des Programms: Nach drei Treffen zu einem Schwerpunkt gibt es eine sogenannte Freiwoche. „Dann machen alle gemeinsam etwas zum Thema, außerhalb der Kita“, sagt Karin Fischhuber. So entstehen feste Bindungen zwischen den Familien.

Das Projekt des DRK Berlin Südwest richtet sich auch an Eltern mit ausländischer Herkunft. Die Arbeitsmaterialien gibt es in der jeweiligen Muttersprache und auf Deutsch. Zu Hause wird sich dann auch zweisprachig mit den verschiedenen Themen beschäftigt. Demnächst soll das Rucksack-Programm auch in einer Flüchtlingsunterkunft starten. Für das Sprachförderprogramm werden weitere Einrichtungen gesucht, die daran teilnehmen möchten. KM

Infos dazu gibt es im Internet auf www.drk-berlin.net.
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