Belgischer Künstler ist „Artist in Residence“ im Botansichen Garten und Museum

Götterdämmerung heißt das Werk des belgischen Künstlers Mark Swysen. (Foto: Rainer Lange)

Lichterfelde. Der belgische Künstler Mark Swysen ist Artist in Residence im Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin. Er wohnt im Gästehaus des Gartens. Zum Arbeiten nutzt er das Atelier der Schwartzschen Villa.

Im Jahr 2015 startete das „Artist in Residence“-Programm mit Aufenthalt und Ausstellung der ukrainischen Künstlerin Viktoriia Teletien. Mark Swysen ist der zweite Künstler, der im Rahmen dieses Programms im Botanischen Garten und der Schwartzschen Villa wohnt und arbeitet.

Mark Swysen ist 1965 in Belgien geboren. Er studierte Biologie und absolvierte dann in Brüssel ein Kunststudium. Heute lebt er in Antwerpen. Er interessiert sich für das menschliche Verhalten in der westlichen Gesellschaft. Dazu hinterfragt er die biologischen Denkmuster des menschlichen Gehirns und die soziologischen Dynamiken des menschlichen Zusammenlebens. Swysens Arbeiten sind Reflexionen über die sozialen Interaktionen von Menschen innerhalb ihrer eigenen Gruppe und gegenüber anderen Gruppen.

Aus ökologischer Perspektive betrachtet geht es dem Künstler um das Verhältnis der Menschheit zu ihrer Umwelt. Ein Ausstellungsthema, für das der Berliner Botanische Garten perfekt geeignet ist. In der Vorstellung des Künstlers symbolisiert ein Botanischer Garten den „Garten Eden” – den biblischen Geburtsort der menschlichen Genetik.

Die Weltstadt Berlin ist für Swysen ein Knotenpunkt intensiver sozialer Kontakte, Grundlage der Gruppendynamik und kulturellen Evolution des Menschen. Mit Humor und Fantasie erforscht der Artist in Residence im Berliner Garten und Museum nicht nur das reichhaltige Inventar zeitgenössischer Pflanzen sondern darüber hinaus auch die Möglichkeiten zukünftiger Lebensformen jenseits des Zeitalters der Menschheit.

Mark Swysens Arbeiten folgen dem Gedankengang, dass die Idee das entscheidende Merkmal eines Kunstwerks ist. Um diese Idee zu gestalten, verwendet der Künstler alle möglichen Reize: optische Stimuli, Ton, Licht und Bewegung. Egal welches Material der Künstler benutzt – er arbeitet dessen ästhetische Qualitäten mit Raffinesse heraus, um die Betrachter dazu zu animieren, sich die Bedeutung der Werke auf ganz eigene Weise zu erschließen. KaR

Die Arbeiten seines Aufenthaltes werden vom 2. Juni bis 24. September in einer Ausstellung sowohl im Botanischen Garten als auch im Botanischen Museum zu sehen sein. Weitere Informationen auf www.bgbm.org.
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