Carola Humboldt und Abdullah Demir stellen gemeinsam im Primobuch aus

Wann? 25.02.2017 19:00 Uhr

Wo? Primobuch, Herderstraße 24, 12163 Berlin DE
Abdullah Demir mit einem besonders schrillen Brillengestell. (Foto: K. Rabe)
Berlin: Primobuch |

Steglitz. Mit dem Smartphone in Makrofotografie aufgenommene Alltagsdetails und schrille Designerbrillen sind in einer Ausstellung in der Buchhandlung Primobuch, Herderstraße 24, zu sehen. Carola Humboldt und Abdullah Demir zeigen ihre Schönheiten und Schätze.

Der verwitterte Zettel an der Straßenlaterne erweckte das Interesse von Carola Humboldt nicht wegen des Inhaltes sondern wegen des Klebestreifens. Es sind die Strukturen, die durch Wind und Wetter entstanden sind, die sie faszinierten. Das gilt auch für den orangenen BSR-Papierkorb, der wohl durch einen Silvesterknaller beschädigt und auch vom Wetter gezeichnet wurde.

Beide Fundstücke hat Carola Humboldt mit Makrofotografien aufgenommen. Nur bei genauem Hinschauen erkennt man den ursprünglichen Gegenstand. Durch die starke Vergrößerung von Details sind daraus kleine Kunstwerke geworden. „Ich fotografiere Dinge, die kaum jemand wahr nimmt. Die Natur schafft so viele Schönheiten. Das kann man gar nicht malen“, sagt Carola Humboldt zu ihren „Straßenschönheiten“, die in der aktuellen Ausstellung des Kunst.Raum.Steglitz hängen. Daneben zeigt sie ihre neuesten Makrofotografien von Schallplatten, die mit dem Smartphone aufgenommen wurden. „Durch die extremen Nahaufnahmen sieht man das Licht, dass sich in dem schwarzen Vinyl reflektiert. Manchmal spiegelt sich das Blitzlicht im Hintergrund und es entstehen tolle Effekte. Ich bin selbst immer ganz angetan“, freut sie sich.

Parallel zu den Makrofotos zeigt Abdullah Demir ein paar besonders ausgefallene und schrille Stücke seiner Brillensammlung. Seit 15 Jahren sammelt er Vintage-Brillen. An die 10 000 Stück hat er inzwischen. „Es sind alles Unikate von Designern aus der ganzen Welt“, sagt er. Die Brillengestelle sind zwischen 40 und 50 Jahre alt. „Sie haben Seele“, sagt Demir, der die Brillengestelle auch in seinem Laden „Brillen-Schatz“ verkauft. „Ich möchte, dass die Menschen sich mehr trauen und mehr Mut zu Individualität zeigen“, sagt er. Ein bisschen mehr Farbe und Verrücktheit könne mehr Spaß und Lebendigkeit in den Alltagstrott bringen. KaR

Die Brillen-Foto-Show kann noch bis zum Sonnabend, 25. Februar, im Primobuch gesehen werden. Geöffnet ist Montag bis Sonnabend von 11 bis 18 Uhr. Am 25. Februar gibt es um 19 Uhr eine Finissage. Der Eintritt dazu ist frei.
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