Der Seniorenchor Steglitz bereitet eine Konzertreihe mit acht Auftritten vor

Gerhard Lapawa und Peter Bubolz vom Seniorenchor Steglitz sind als Bässe nicht nur stimmlich auf einer Notenlinie, sie verstehen sich auch sonst bestens. (Foto: sabine Kalkus)

Steglitz. „Geh doch in einen Chor!“ Die Aufforderung seiner Ehefrau, als Gerhard Lapawa in den Ruhestand ging, hat der rüstige Senior noch im Ohr. Dabei ist es schon Jahre her. Heute möchte er, so wie weitere 50 Frauen und Männer die Proben und Konzerte des Seniorenchor Steglitz e. V. nicht mehr missen.

Na-na-na-na-na-na, bla-bla-bla-bla, ein Zischen, ein Raunen… wer unvermittelt freitags um 10 Uhr an der großen Tür des Club Steglitz am Selerweg lauscht, erahnt kaum, dass sich dahinter gerade ein leistungsstarker, hochmotivierter Chor auf seinen nächsten Auftritt vorbereitet.

Maria Grimm, die Chorleiterin hält nicht nur den Taktstock fest in der Hand, sie führt auch mit dem sicheren Gespür eines Profis die sangesfreudige Gruppe durch musikalische Höhen und Tiefen. Unter 60 Jahre ist keines der Mitglieder, 80 Jahre sind keine Ausnahme.

Nach dem Einsingen, rund zehn Minuten später, werden Variationen zu Schuberts Forellenquintett auf dem Programm stehen. Dann wird man auch eine Vorstellung davon bekommen, welches musikalische Niveau die Sänger erreichen.

Von Volksliedern über romantische Chorsätze, komplexe geistliche Werke, bekannte Musicalmelodien bis zu Evergreens und modernen Popsongs reicht das Repertoire des Seniorenchors. „Das sind rund 220 Stücke“, sagt Peter Bubolz. Mit seinem tiefen Bass gehört er zu den langjährigen Mitgliedern. Als 1. Vorsitzender kümmert er sich um die Vereinsarbeit des Chores. Die „Gemeinschaft“ ist ihm dabei besonders wichtig. Auch, dass sich der „Nachwuchs“ schnell mit den „gestandenen Sängerinnen und Sängern“ vertraut macht.

Diese „Vertrautheit“ hat Gerhard Lapawa als Neuling seinerzeit auf ganz besondere Weise zu spüren bekommen. „Nicht eine Note konnte ich“, beginnt er zu erzählen und lacht über das ganze Gesicht. Notenkenntnisse muss man für den Seniorenchor tatsächlich nicht zwangsläufig mitbringen, wenn man ihm beitreten möchte. Es reicht, die Freude an der Musik, der Spaß am gemeinsamen Musizieren und die eine oder andere Erinnerung an bekannte Melodien. Und wenn mal ein Ton daneben geht? Das Lachen von Gerhard Lapawa wird breiter und der Blick geht zu Peter Bubolz: „Dann gibt es vom Nachbarn einen sanften Stoß in die Seite“.

Gesungen wird vierstimmig: Sopran, Alt, Tenor und Bass. Um den Einstieg in ein neues Repertoire zu erleichtern, erstellt Maria Grimm je nach Stimmlage Übungs-CDs. Einmal im Jahr, im Januar, findet eine Chorfahrt nach Zinnowitz statt. Dort erarbeiten sie die Grundlagen für die Frühlings- und Sommerkonzerte.

Derzeit probt der Chor für eine Konzertreihe. Der Auftakt ist am Donnerstag, 28. April, 16 Uhr in der Seniorenresidenz Haus Steglitz, Klingsorstraße 121. Acht Konzerte gibt der Chor bis zum Sommer. Eingeladen ist jeder. „Auch zum Mitsingen“, sagt Peter Bubolz. Und dass nicht nur bei den Konzerten. „Uns fehlen besonders Männerstimmen. Aber auch nteressierte Damen sind in unserem Chor herzlich willkommen.“ Wer Lust am Singen und Freude an der Gesellschaft gleichgesinnter Musikliebhaber hat, ist freitags von 10 - 12 Uhr im Club Steglitz, Selerweg 18-22, 12169 Berlin zur Chorprobe eingeladen.

Mehr Informationen auf www.seniorenchorsteglitz.com oder bei Peter Bubolz unter  84 72 77 18.


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