Bei der Briefwahl ist der Südwesten Spitzenreiter

Steglitz-Zehlendorf. Am Sonntag, 24. September, wird in Deutschland der neue Bundestag gewählt. Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf sind die Vorbereitungen in vollem Gang. Von 6 bis 18 Uhr stehen 127 Urnen- und 62 Briefwahllokale am Wahlsonntag den Wählern offen.

„1701 Wahlhelfer haben ihren Einsatz zugesagt. Damit sind alle benötigten Positionen besetzt“, informiert Stadtrat Michael Karnetzki auf Nachfrage. Zusätzlich stehen 200 „Reservisten“ zur Verfügung, die bei Bedarf kurzfristig am Wahlsonntag einspringen können. Von den 127 örtlichen Wahllokalen sind 74 barrierefrei, 18 Lokale sind nur für Rollstuhlfahrer mit Hilfsperson geeignet.

In Sachen Briefwahl hat Steglitz-Zehlendorf die Nase vorn. Laut Auskunft der Landeswahlleiterin haben bis zum 13. September schon 68 693 Wahlberechtigte per Briefwahl ihre Stimme abgegeben. In Prozent ausgedrückt: 31 Prozent der Wähler haben bereits gewählt. „Das ist eine leichte Erhöhung um 2000 Briefwähler im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 2013 zum selben Zeitpunkt“, sagt Karnetzki. Zur Abgeordnetenhauswahl 2016 fällt die Erhöhung noch deutlicher aus. Im Vergleich ist die Anzahl der Briefwähler um 15 000 gestiegen.

Wie üblich gibt es die Möglichkeit, zwei Stimmen abzugeben. Die Erststimme wird an einen von neun Direktkandidaten vergeben. Die Zweitstimme geht an eine von 24 Parteien.

Zu den aussichtsreichsten Direktkandidaten im Bezirk gehören Thomas Heilmann (CDU) und Ute Finckh-Krämer (SPD). Für Heilmann steht in seinem Wahlkreis unter anderem das Thema Schulsanierung im Fokus. Zudem will er sich für mehr Sicherheit einsetzen und das Fahrradschnellwege-Konzept der Bezirks-CDU unter Berücksichtigung einer Wiederinbetriebnahme der Stammbahnstrecke durchsetzen.

Finckh-Krämer hat bereits Bundestagserfahrung. In der vergangenen Legislatur war sie insbesondere in der Außen- und Friedenspolitik aktiv. Frieden, Abrüstung und soziale Gerechtigkeit sind auch für die Wahl 2017 ihre Schwerpunkte. Weiter stellen sich Franziska Brychcy (Linke), Aykal Urban (Grüne), Sabine Gollombeck (AfD), Hartmut Ebbing (FDP), Alina Kranzosch (Die Partei) und Stephan Ossenopp (BüSo) zur Wahl. KaR
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