Schulsporthalle der Grundschule am Insulaner gesperrt

Vor dem Saal der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) machten Grundschüler auf der jüngsten BVV-Sitzung auf den schlechten Zustand ihrer Sporthalle aufmerksam. (Foto: K. Rabe)
Berlin: Grundschule Am Insulaner |

Steglitz. Die Sporthalle der Grundschule am Insulaner ist in einem schlimmen Zustand. Schimmel, ein undichtes Dach, kein Wasser – und das seit Monaten. Aufgrund dieser Mängel ist die Sporthalle von einem Tag auf den anderen geschlossen worden. Die Nutzer der Halle haben dafür kein Verständnis.

„Wir haben ein Recht auf Sport“ und „Sport macht schlau“ hatten die Schüler der Grundschule am Insulaner auf ihre Transparente geschrieben. Vor der Bezirksverordnetenversammlung am Mittwoch, 15. März, machten die Kinder, ihre Eltern und Lehrer ihrem Ärger Luft darüber, dass der Sportunterricht bis auf Weiteres eingestellt ist. Auch wenn die Halle von heute auf morgen gesperrt wurde, die Mängelliste besteht schon seit längerer Zeit. Seit fast einem Jahr ist das Wasser in der Halle abgestellt, die Toiletten und Duschen können nicht benutzt werden. Fast ebenso lange ist das Dach der Halle undicht und es dringt Wasser in die Innenräume. Seit Oktober wird die Halle nicht richtig beheizt. Die Folge davon sind Schimmelbefall in der Jungen-Umkleide und dem Geräteraum.

Wie lange dieser Zustand anhalten soll und wann Schüler und Sportvereine wieder in die Halle dürfen, wollten die Elternvertreter innerhalb der Einwohnerfragestunde auf der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) wissen. Bildungsstadtrat Frank Mückisch (CDU) versicherte, dass die notwendigen Reparaturen an Dach und Fußboden sowie die Schimmelbeseitigung und die Grundreinigung der Halle bereits beauftragt worden seien. „Wir rechnen mit der Umsetzung der Maßnahmen innerhalb von drei Monaten“, erklärte Mückisch.

Ob das tatsächlich zu schaffen ist, wurde von einigen Bezirksverordneten angezweifelt. Unter anderem wollte der SPD-Verordnete Volker Semler wissen, ab wann denn die drei Monate zu zählen beginnen. Aufgrund des Umstandes, dass derzeit sehr viele Sporthallen saniert werden müssten, würde es schwierig werden, Firmen für eine zeitnahe Sanierung zu finden.

Ein weiterer Kritikpunkt war, dass die Maßnahmen nur „Flickschusterei“ wären. Ein Neubau wäre zwar die sinnvollste Lösung, aber nicht so schnell umsetzbar. „Wir wollen die Halle so schnell wie möglich wieder nutzbar machen“, betonte der Stadtrat.

Von den insgesamt 95 Sporthallen im Bezirk sind derzeit 20 gesperrt. Spitzenreiter dabei sind die Hallen der Karpfenteich- und der Ludwig-Bechstein-Grundschule. Beide Turnhallen können seit zehn Jahren nicht mehr genutzt werden. KaR
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