Stadtteilzentrum wehrt sich gegen Vorwürfe aus der CDU

Thomas Mampel, Leiter des Stadtteilzentrums Steglitz, empfindet die Kritik der CDU an der Flüchtlingsarbeit des Zentrums als Affront. (Foto: K. Menge)

Steglitz. Die Senatsverwaltung unterstützt die Bezirke bei der Integrationsarbeit. Dort wo Containerdörfer entstehen, bekommen die Stadtteilzentren Gelder für Projekte zur Integration der Flüchtlinge. Im Bezirk will man andere Wege gehen.

30 000 Euro erhalten die Stadtteilzentren vom Senat pro Quartal zum Aufbau einer Willkommenskultur. Der Ausschuss für Integration hat nun auf Antrag der CDU dem Bezirksamt empfohlen, nicht nur das Stadtteilzentrum Steglitz und den Verein Mittelhof, sondern auch jene Einrichtungen und Vereine von der Förderung profitieren zu lassen, die sich in unmittelbarer Nähe der Flüchtlingsheime befinden und aktiv Integrationsarbeit leisten.

Bürgermeister Norbert Kopp (CDU) hatte gegenüber der Berliner Woche unlängst gesagt: "Das Geld soll dorthin fließen, wo man sich bereits für die Flüchtlinge im Bezirk aktiv engagiert." Er hielt dem Stadtteilzentrum Steglitz in diesem Zusammenhang vor, sich bisher nicht für die Integrationsarbeit eingesetzt zu haben.

Thomas Mampel, Leiter des Stadtteilzentrum Steglitz, wertet die Kritik als "Affront". Seine Einrichtung gehöre zu den Gründungsmitgliedern des Willkommensbündnisses für Flüchtlinge in Steglitz-Zehlendorf und unterstütze von Anfang an die Unterkünfte in der Klingsorstraße und der Goerzallee. "Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit den Heimen und versorgen die Bewohner mit Kleidung und Spielzeug für die Kinder", sagt Mampel. Für die geplante Unterkunft am Ostpreußendamm gebe es ein Konzept zur Entwicklung einer Willkommenskultur und einer lebendigen Nachbarschaft für und mit den Flüchtlingen.

Weil das Stadtteilzentrum die Strukturen im Kiez kennt, hat die Einrichtung die besten Voraussetzungen, unmittelbar eine Willkommenskultur umzusetzen, möglichst viele Menschen einzubeziehen und alles zu koordinieren. Genau das ist der Grund gewesen, warum die Stadtteilzentren beauftragt wurden, eine Willkommenskultur aufzubauen. "Die Zentren kennen sich in den Kiezen am besten aus. Dort sind Erfahrung, Koordination und Engagement vorhanden", sagt Regina Kneiding, Sprecherin der Senatsgesundheitsverwaltung. Die Stadtteilzentren sollen ein Anlaufpunkt sein, wo alle Fäden zusammenlaufen. Das erleichtere die Organisation und sei ein Garant, dass die Projekte nicht planlos verlaufen, so Kneiding.


Karla Menge / KM
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