Wahlschlappe für CDU und SPD

Thomas Heilmann hat für die CDU das Direktmandat in Steglitz-Zehlendorf geholt und ist damit einer von 709 Bundestagsabgeordneten im 19. Bundestag. (Foto: KT)

Steglitz-Zehlendorf. Die Hochburg der CDU in Steglitz-Zehlendorf wackelt mächtig. Nach dem vorläufigen Wahlergebnis zur Bundestagswahl 2017 bleiben die Christdemokraten zwar die stärkste Kraft im Bezirk. Doch sie erzielten das schlechteste Ergebnis seit Jahren.

Gerade mal 29,8 Prozent der Steglitz-Zehlendorfer Wähler stimmten für die CDU. Ein Verlust im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 um 7,4 Prozent. Kaum besser erging es der SPD. Nur 19,1 Prozent der Steglitz-Zehlendorfer gaben den Sozialdemokraten ihre Stimme. Der Verlust zu 2013 beträgt 6,5 Prozent.

Wahlsieger im Bezirk ist die FDP. Mit 14,2 Prozent steigerten die Liberalen ihr Ergebnis aus dem Bundestags-Wahljahr 2013 um 7,8 Prozent. Ebenfalls 14,2 Prozent der Wählerstimmen holten die Grünen. Hier gibt es eine ganz leichte Steigerung um 0,6 Prozent.

Zugelegt haben im bürgerlichen Südwesten auch die Linken. Sie erreichten immerhin 9,2 Prozent, 2013 waren es noch 7,2 Prozent. Der AfD gaben 8,9 Prozent der Steglitz-Zehlendorfer Wähler ihre Stimme.

Das Direktmandat im Südwesten holte CDU-Kandidat Thomas Heilmann. Auf ihn entfielen 35,4 Prozent der Erststimmen. Heilmann wird somit in der kommenden Legislaturperiode im Bundestag vertreten sein. Über einen Listenplatz hat es auch Hartmut Ebbing geschafft. Er wird den Bezirk künftig als Mitglied der FDP-Fraktion im Bundestag vertreten.

Steglitz-Zehlendorf ist zudem erneut der Bezirk mit der höchsten Wahlbeteiligung in Berlin. 81,7 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. In Zahlen bedeutet das: von den 221 209 wahlberechtigten Bewohnern nahmen 180 827 an der Wahl teil. Damit lag die Wahlbeteiligung 5,5 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Ein klares Ja gibt es aus Steglitz-Zehlendorf im übrigen zur Offenhaltung des Flughafens Tegel. 66,2 Prozent der Wahlberechtigten stimmten für den Fortbestand von Tegel, 31,9 Prozent dagegen. 75,8 Prozent der Wahlberechtigten nahmen im Bezirk am Volksentscheid teil. KaR
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