Erste Senioren-BVV behandelt nut knapp die Hälfte der Anträge

Steglitz-Zehlendorf. Sachlich und ernsthaft ging es auf der ersten Senioren-BVV des Bezirks zu. Doch nicht alle der 75 Anfragen konnten beantwortet werden. Dazu reichte die angesetzte Zeit von zwei Stunden nicht aus.

Dennoch zeigte sich Karin Lau von der Seniorenvertretung und Mitorganisatorin der Veranstaltung am 25. Juli sehr zufrieden. Sie zieht ein positives Fazit: "Die Bezirksamts-Mitglieder haben sich bei der Beantwortung der Fragen Mühe gegeben. Alle Anfragen wurden sachbezogen und ohne Polit-Poesie beantwortet. Über die Ernsthaftigkeit habe ich mich sehr gefreut."

Die Zeit reichte jedoch nur, um 32, also knapp die Hälfte der schriftlich eingegangenen Fragen und Anträge, zu beantworten. "Wir werden uns dafür einsetzen, dass die offenen Fragen schriftlich vom Bezirksamt beantwortet werden", sagt Lau.

Die meisten Anfragen beschäftigten sich mit Straßen, Gehwege und Radspuren im Bezirk. Die Senioren fordern unter anderem Bordsteinabsenkungen an Gehwegen. Kritisiert wurde auch, dass viele Bürgersteige durch wuchernde Wildkräuter kaum noch begehbar sind. In der Antwort des Bezirksamtes hieß es häufig, dass die finanziellen Mittel nicht reichten, um Barrierefreiheit herzustellen oder die Grünpflege zu verbessern.

Viele Fragen hatten senioren- und behindertengerechtes Wohnen zum Inhalt. Kernthema war der hohe Leerstand in den bezirkseigenen Seniorenhäusern Mudra- und Tautenburgerstraße. Die Antragsteller wünschten sich, die Wohnungen in einen vermietbaren Zustand herzurichten, um preiswerten Wohnraum für einkommensschwache ältere Bürger zu schaffen. Sozialstadtrat Norbert Schmidt (CDU) wies darauf hin, dass der Bezirk kein Geld für solche Investitionen bereitstellen könne. Es gebe aber Projekte wie das Vorhaben der Degewo, die in der ehemaligen Bröndby-Schule in der Dessauer Straße bezahlbare Wohnungen errichten will.

Über einige Anträge will das Bezirksamt intern weiterberaten, unter anderem zur nächsten Wahl der Seniorenbeiräte. Darin wird das Bezirksamt aufgefordert, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Ziel soll eine höhere Wahlbeteiligung sein.


Karla Menge / KM
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