Antrag der Piraten findet Zustimmung im Umweltausschuss

Steglitz-Zehlendorf. Im Kampf gegen Fluglärm sollen jetzt Schallpegel-Monitore zum Einsatz kommen. Dies hat der Umweltausschuss der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen.

Diese Schallpegel-Monitore sollen auch außerhalb der offiziellen Flugrouten den Fluglärm messen. Begründet wird der Antrag damit, dass durch die objektiven Daten, die der Schallpegel-Monitor übermittelt, die Lärmschutzdiskussion versachlicht werden könnte. Zudem werden die Daten auch automatisch im Internet veröffentlicht. Somit könnten direkt die Bürger informiert werden.

Nach Ansicht der Piraten, auf deren Antrag der Beschluss zurückgeht, ist es sinnvoll, die Monitore schon jetzt zu beschaffen und aufzustellen, um somit Vergleichswerte erheben zu können.

Bereits heute sind im Umfeld des neuen Flughafens BER mehr als 50 Fluglärmmonitore installiert, deren Daten nahezu in Echtzeit auf der Internet-Seite des Deutschen Fluglärmdienstes angesehen werden können, teilt Alf Jarosch, Gebietsbeauftragter der Piratenpartei in Steglitz-Zehlendorf, mit. Das Gebiet reicht dabei vom Schwielowsee im Westen bis Grünheide im Osten.

Im Berliner Stadtgebiet sind bisher lediglich in Treptow-Köpenick insgesamt zwölf Überwachungsmonitore im Betrieb. In direkter Nachbarschaft des Bezirks werden sowohl in Kleinmachnow als auch in Teltow/Stahnsdorf Fluglärmmonitore betrieben. Bereits heute registrieren die Monitore viele Überflüge von vorwiegend hochfliegenden Maschinen von und nach Tegel.

"Die Fluglärmbelästigung wird in unserem Bezirk nach Inbetriebnahme des BER deutlich zunehmen, weil mehr Flugzeuge in sehr viel niedriger Höhe als heute über unsere Köpfe fliegen werden", sagt Jarosch.

Die Schallpegel-Monitore sollten an ruhigen Orten aufgestellt werden. Dafür würden sich zum Beispiel die Personalunterkünfte des Grünflächenamtes eignen. Der Antrag wird als nächstes im Haushaltsausschuss beraten, bevor darüber in der BVV abgestimmt wird.


Karla Menge / KM
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