Berliner Woche schaut auf zwölf spannende Monate zurück (I)

Kein Gebäude hat soviel Polemik hervorgerufen wie das Jagdschloss Glienicke. Ende Oktober wird die Westfront schließlich wiederhergestellt. (Foto: M. Schmidt)
 
In Anwesenheit Norbert Kopps und der Investoren-Familie Ludwig Max und Giovanna Stefanel-Stoffel wird auf der Truman-Plaza Richtfest gefeiert. (Foto: M. Schmidt)

Steglitz-Zehlendorf. Zehlendorf. 2012 ist fast vorbei. Lassen wir das ereignisreiche Jahr an uns vorbeiziehen. Die Berliner Woche hat wichtige Ereignisse zusammengefasst.

Januar: Nur wenige Anträge für das "Bildungspaket" haben die 8253 berechtigten Eltern im Bezirk gestellt. 5510 verzichten vorerst auf Leistungen wie Schulessen, Lernförderung, Ausflüge oder Teilnahme am Sport oder Musikuntericht. Im Düppeler Forst wird eine Handgranate gefunden. Februar: Die U 12-Mannschaft von Hertha 03 fährt zum Fußballspielen nach Argentinien. Der Bau einer Fußgängerampel am Dahlemer Weg/Ecke Jänickestraße hat trotz entsprechender Anträge der BVV an das Abgeordnetenhaus kaum Aussicht auf Verwirklichung.

März: In der Villa des Literarischen Colloquiums auf Schwanenwerder finden wieder Veranstaltungen statt. Die Sanierung für Parkett, Heizung, Dämmung, Licht, Tonanlage und Toiletten kostete rund eine Million Euro. Der Senat besteht auf den Wiederaufbau der Taut-Fassade am Jagdschloss Glienicke. Das Bezirksamt muss sich dem Willen des Landes Berlin fügen.

April: Die Stofanel-Investment AG und das Bezirksamt beurkunden den Vertrag zur Bebauung der Truman-Plaza an der Clayallee. Bundespräsident Joachim Gauck zieht von Schöneberg in die Dahlemer Dienstvilla in der Pücklerstraße.

Mai: Im U-Bahnhof Dahlem Dorf zerstört zum zweiten Mal seit 1980 ein Feuer das historische Reetdach. Mit Audioplayern und Kopfhörern können sich Literaturfreunde ab sofort wieder auf den letzten Weg des Heinrichs von Kleist am Kleinen Wannsee begeben.

Juni: Die Eichenprozessionsspinnerlarve wird zur Plage im Bezirk. Besonders Schulen und Kitas klagen über die Raupe. Der Sommer fängt mit Regen an und schreckt Ausflügler am Wannsee und im Grunewald ab.

Juli: Das Alliierten-Museum in Dahlem kündigt für 2017 seinen Umzug in den Hangar 4 des ehemaligen Zentralflughafens Tempelhof an. Auf dem U-Bahnhof Thielplatz beginnen monatelange Bauarbeiten.

August: Für die 888 ABC-Schützen in Zehlendorf verstärkt die Polizei Verkehrskontrollen rund um die Schulen und gibt dort Verkehrsunterricht. In einem Waldstück nahe Pasewalk in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Teilstück des Berliner Spionagetunnels aus den 50er-Jahren entdeckt worden, das dem Alliierten-Museum zugedacht wird.

September: Die BVV gibt grünes Licht für das Projekt "Fünf Morgen Dahlem Urban Village" auf der Truman-Plaza. Die Quentin-Blake-Europaschule am Hüttenweg feiert 20. Geburtstag.

Oktober: Auf der Truman-Plaza wird Richtfest für das "Fünf Morgen Dahlem Urban Village" mit 150 Wohnungen und Geschäften und Gesundheitseinrichtungen gefeiert. Der Käufer der Wannseeterrassen verzichtet wegen Streits um die Außenplätze vorläufig auf den Wiederaufbau des 2001 abgebrannten Traditionsausflugslokals.

November: Die Haltestelle des 110er-Busses an der Kreuzung Pacelli-Allee / Königin-Luise-Straße in Dahlem soll nach dem Willen der BVV den Namen des Pfarrers und NS-Gegners Martin Niemöller erhalten. Die ersten von Land in den Bezirk geschickte Flüchtlinge aus der Türkei und Mazedonien ziehen in ein früheres Hotel in Schlachtensee ein. Freie Fahr auf der Avus. Dank guter Wetterbedingungen, Planung und Koordinierung wurde das 8,7 Kilometer lange Autobahnstück schneller und billiger renoviert.

Dezember: An der Iranischen Botschaft in der Podbielski-Allee protestieren 30 Menschen gewaltsam gegen das Regime in Teheran. Heftiger Streit in der BVV um den geplatzten "Sarazenu"-Umbau des Rathauses Zehlendorf. CDU mit den Grünen auf der einen Seite und SPD andererseits werfen sich gegenseitig Verschwendung von Steuergeldern vor.


Martinus Schmidt / mst
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