Cornelia Yzer bekennt sich zu Technologiezentrum

Professor Raúl Rojas zeigt Senatorin Cornelia Yzer das intelligente Auto, das er mit seiner Arbeitsgruppe an der FU entwickelt hat. (Foto: K. Menge)

Steglitz-Zehlendorf. Mit Wissenschaft, Forschung und neuen Unternehmen wirbt das Bezirksamt für den Südwesten. Um das große Potenzial deutlich zu machen, hat es Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer zur Entdeckertour eingeladen.

"Das Wissenschafts- und Wirtschaftspotenzial des Berliner Südwestens wird in der Öffentlichkeit oft zu wenig wahrgenommen. Deshalb hat uns der Besuch der Wirtschaftssenatorin sehr gefreut", sagt Bürgermeister Norbert Kopp (CDU). Bei der dreistündigen Tour wurden Beispiele für einen erfolgreichen Technologietransfer aus der Freien Universität Berlin vorgestellt. Erste Station war die Berlin Heart GmbH, die in Lichterfelde innovative Systeme für die mechanische Herzunterstützung auch für Neugeborene entwickelt und herstellt. Das mittelständische Unternehmen gehört zu den Marktführern der Branche. Im Institut für Informatik - AG Intelligente Systeme und Robotik der Freien Universität Berlin zeigte Professor Raúl Rojas wie Autos auf Autobahnen schon bald mit neuer Sensortechnik "mitdenken" werden. Die "intelligenten" Autos finden sich selbstständig in alltäglichen Verkehrssituationen zurecht. Davon hat sich Senatorin Yzer auf einer Probefahrt überzeugen können. Schon jetzt interessiert sich die KFZ-Industrie für die Forschungsergebnisse.

Dritte Station der Entdeckertour war das Max-Planck-Institut für molekulare Genetik. Im Foyer in der Ihnestraße präsentierten sich StartUp-Unternehmen. Viele davon sind durch Ausgründungen der FU entstanden.

In einem Gespräch am Ende des Besuchs betonte Norbert Kopp, dass die zahlreichen Wissenschaftler und Forscher ein Technologie- und Gründerzentrum für Ausgründungen benötigen. Als Standort hat der Bezirk die Fabeckstraße 62 ausgemacht. "Wir hoffen sehr, dass uns die Senatorin bei unserem Vorhaben unterstützt", erklärt Kopp.

Cornelia Yzer sieht die Wichtigkeit eines Technologie- und Gründerzentrum. Ob sich das am gewünschten Standort realisieren lässt, könne sie nicht versprechen. Es müssten auch Aspekte wie die neue Liegenschaftspolitik des Senats berücksichtigt werden. Der Senat möchte das Grundstück für Wohnungsbau vorhalten.


Karla Menge / KM
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