Genossenschaft übernimmt geplantes Gründerinnenzentrum

Steglitz-Zehlendorf. Am 11. September vergangenen Jahres hatten Frauen aus dem Bezirk und Umgebung nach langer Vorbereitung eine Genossenschaft gegründet, die ein Gründerinnen- und Unternehmerinnenzentrum für Steglitz-Zehlendorf (GUZSZ) zum Ziel hat. Jetzt wurde das Projekt offiziell an die Genossenschaft übergeben.

Während der Gründungsphase hatte der Landesverband Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) die Projektträgerschaft für das Gründerinnenzentrum übernommen. Am Donnerstag, 30. Januar, endete die Trägerschaft. Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe ging die Trägerschaft an die neue Genossenschaft.

In ihrem Grußwort bedankte sich die Vorsitzende des Landesverbandes Berlin der UFH, Beate Roll, für die Unterstützung in den vergangenen vier Jahren der Projektarbeit. Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen fördert das Gründerinnenzentrum mit einer Stelle. Hildegard Josten, Frauenbeauftragte für Steglitz-Zehlendorf, sagte ihre weitere Unterstützung zu.

Die Vorstandsfrauen Brigitte Märtens und Iris Pfeiffer warben für das Zentrum: "Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, Ihre unternehmerischen Ideen in die Tat umzusetzen und damit auch die Wirtschaftskraft von Frauen im Südwesten Berlins zu stärken. Für 100 Euro pro Genossenschaftsanteil können Sie dabei sein."

Dem folgten eine Reihe Frauen noch am selben Abend. Inzwischen haben bereits 54 Mitglieder 118 Genossenschaftsanteile erworben. Am Gründungstag im vergangenen September waren es 29 Mitglieder. Auch Männer haben übrigens die Möglichkeit, Anteilseigner zu werden.

Wichtigster Schwerpunkt der Arbeit ist die Suche nach einer Immobilie. Als langfristige Lösung stellt sich das GUZSZ einen Standort auf dem geplanten Technologie- und Gründungszentrum Südwest auf dem ehemaligen Gelände des US-Hospitals in der Fabeckstraße vor. Doch bis zu dessen Fertigstellung ist es noch ein langer Weg.

"Wir suchen aktuell nach einer Zwischenlösung und hoffen, noch in diesem Jahr entsprechende Räumlichkeiten zu finden", sagt Iris Pfeiffer. Hier sollen die Mitglieder ihre Ansprechpartner finden, Netzwerke und gemeinsame Ideen entwickeln können.

In den nächsten Wochen wird auch die Vernetzung im Internetportal vorangetrieben. Außerdem soll es Beratungen und Netzwerkveranstaltungen geben.

Unterstützung bei der Standortsuche hat der Leiter der Wirtschaftsförderung im Bezirk, Michael Pawlik, schon in Aussicht gestellt. Er beglückwünschte die Frauen zu ihrem bisherigen Erfolg auf dem Weg zum Gründerinnen- und Unternehmerinnenzentrum.

Nähere Informationen und Kontakt unter www.guzsz.de, 80 10 86 64.

Karla Menge / KM
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