Kosten der Asbestbeseitigung belaufen sich auf rund 31 Millionen Euro

Im März soll die Sanierung des seit 2007 geräumten Kreisel-Hochhauses beginnen. (Foto: K. Menge)

Steglitz. Im Innern des Büroturmes wird schon gewerkelt. Für die Arbeiten an der Außenfassade laufen gerade die Vorbereitungen. Im März soll die Sanierung des Steglitzer Kreisels starten.

Über fünf Jahre ist es her, dass der Steglitzer Kreisel leer gezogen wurde. Das Hochhaus, das bis November 2007 einen Teil der Bezirksverwaltung beherbergte, ist mit Asbest belastet und muss entkernt werden. Nachdem es lange keine Einigung darüber gab, wer die Sanierung übernimmt und was danach mit dem Gebäude werden sollte, wird es jetzt konkret. Ab März beginnt die Hauptsanierung. "Derzeit läuft die große Ausschreibung für die Schadstoffsanierung", sagt Katja Cwejn, Sprecherin der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM). Noch in diesem Monat will die landeseigene Gesellschaft eine Entscheidung treffen, wer den Zuschlag für den 31 Millionen Euro-Auftrag erhält. Im Innern des Gebäudes laufen die ersten Vorbereitungen für die Großmaßnahme. "Zurzeit wirdsich um die Baustelleneinrichtung gekümmert", teilt die BIM-Sprecherin mit. Große Verkehrsbeeinträchtigung im Kreisel-Umfeld soll es während der Maßnahme nicht geben. Die Baustelleneinfahrt ist in der Kuhligkshofstraße geplant, somit würde der Verkehr nicht gestört.

"Die Arbeiten werden Etage für Etage ausgeführt. Dazu werden die Fassadenplatten Stück für Stück abgenommen und sofort durch provisorische Platten ersetzt", erklärt die BIM-Sprecherin. So wird am Ende der Sanierung kein Stahlskelett übrigbleiben.

Was dann aber aus dem Hochhaus wird, ist immer noch nicht klar. Zuletzt sorgte eine arabische Investorengruppe für Schlagzeilen. Die Araber wollten den Kreisel abreißen und ein 30-stöckiges Hochhaus mit Wohnungen und Büros bauen. Dem Bezirksamt lag bereits eine Bauvoranfrage vor.

Auch die Meridian-Stiftung äußerte lange Zeit Interesse. Sie hatte dem Senat ein Konzept für eine Übergangsnutzung von 15 Jahren vorgeschlagen, um die Asbestsanierung zu stoppen und Zeit für eine umfassende Neuplanung des Areals zu gewinnen.

Während die Stiftung mit ihrer Idee nicht auf offenen Ohren bei der Senatsverwaltung stieß, machten die Araber einen Rückzieher.


Karla Menge / KM
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