Politiker wollen Bedarfsampel wiederhaben

An der Ampel am Steglitzer Damm gibt es zwar eine Bedarfsschaltung, jedoch funktioniert sie noch nicht. Die Ampel läuft in Festzeitsteuerung. (Foto: K. Menge)

Steglitz. An der Fußgängerampel am Steglitzer Damm, Worpsweder Straße wurde lange Zeit gebaut. Nach Fertigstellung der neuen Ampelanlage hat sich jedoch auch die Schaltung geändert.

Früher schaltete die Ampel nur auf Rot für die Kraftfahrer, wenn Passanten die Straße überqueren wollten und die Stoppschaltung betätigten. Die sogenannte Bedarfsampel hat sich über Jahre bewährt. Jetzt schaltet die Ampel automatisch zu festen Zeit um. Das ist ökologisch und ökonomisch sinnlos, befanden die Bezirksverordneten auf ihrer Tagung im September einstimmig. Denn die Fahrzeuge müssen auch dann anhalten, wenn gar keine Fußgänger die Straße überqueren möchten. In einem Beschluss haben sie daher dem Bezirksamt empfohlen, sich bei den zuständigen Stellen für eine Bedarfsschaltung einzusetzen. Auf Nachfrage informierte die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Petra Rohland, dass die Ampel am Steglitzer Damm nach wie vor eine Bedarfsampel sei. Nur: Passanten drücken zwar auf den Knopf, die Schaltung läuft aber in Festzeitsteuerung. Grund dafür ist die geplante Busbeschleunigung für die Linie X83, so die Sprecherin. In diesem Zusammenhang ist auch eine gesonderte Ampelschaltung für die Busse notwendig. Die Umsetzung der Busbeschleunigung würde "step by step" erfolgen, soll aber im Laufe des Jahres fertiggestellt werden.

"Eine Ampelschaltung zu festen Zeiten macht an dieser Stelle keinen Sinn. Der Verkehr wird nur unnötig aufgehalten", heißt es seitens der Senatsverwaltung. Somit ist man sich mit den Bezirksverordneten einig und spätestens Anfang des nächsten Jahres wird die Ampel wieder auf Knopfdruck umschalten.


Karla Menge / KM
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