Regionalmanagement zieht positive Bilanz

Das Team des Regionalmanagement Berlin Südwest: Klaus-M. Grünke, Dr. Reinhard Baumgarten, Sebastian Clausert. (Foto: RMSW)

Steglitz-Zehlendorf. Vor einem Jahr hat das Regionalmanagement Südwest die Arbeit aufgenommen. Sein größter bisheriger Erfolg: Das Gelände an der Fabeckstraße 62 kann zum Technologie- und Gründungszentrum (TGZ) werden.

Projektleiter Reinhard Baumgarten schaut zufrieden auf das erste Jahr zurück. Sein Team hat die Aufgabe, den Südwesten Berlins als Zukunfts- und Investitionsstandort zu vermarkten.

Das TGZ spielt dabei eine besondere Rolle. "Das war unser wichtigstes Projekt. Der Beschluss des Abgeordnetenhauses Berlin, die Immobilie kostenlos zu übertragen, ist ein großer Erfolg", erklärt Baumgarten. Jetzt gelte es, die Finanzierung zu sichern und Planungssicherheit zu schaffen. Baubeginn könnte 2015 sein. Im TGZ können Startup-Unternehmen ihre Ideen weiter entwickeln und sich am Markt etablieren.

Um die Firmen nach der TGZ-Phase im Bezirk zu halten, soll ihnen im Gewerbegebiet an der Goerzallee Platz angeboten werden. Welche Möglichkeiten, insbesondere Flächen und Gebäude es dafür gibt, soll in einem Ansiedlungskonzept auf Papier gebracht werden. Beispielsweise endet der Betrieb des Berliner Traditionsunternehmens ADC Krone im Sommer 2014 im Gewerbegebiet Am Stichkanal. "Wir prüfen, ob es Flächen- und Gebäudereserven für Gründerfirmen in der Nach-TGZ-Phase gibt", erklärt Baumgarten.

Ein weiterer Auftrag des Regionalmanagements ist es, Nachnutzungskonzepte zu erstellen. Seit 2007 stehen zum Beispiel die Gebäude der ehemaligen Lungenklinik Heckeshorn weitgehend leer. Hier könnte hochwertige 5-Sterne-Medizin etabliert werden. Weitere Leerstände drohen, wenn das Alliiertenmuseum sich nach Tempelhof verabschiedet und die Dahlemer Museen ab 2019 ins neue Humboldtforum in Mitte.

Touristisch aufgewertet werden soll das Weltkulturerbe Glienicke. "Bisher gibt es keine touristische Vermarktung. Wir haben eine Entwicklungsstudie für den Bau eines zentralen Besucher- und Ausstellungszentrums erstellen lassen", sagt Baumgarten. Im Jahr 2016 bestehen die Parkanlagen 200 Jahre. Das wäre ein passender Anlass, den verfallenen Wirtschaftshof zu einem solchen Zentrum umzubauen. Derzeit bemühe sich der Bezirk um finanzielle Unterstützung.


Karla Menge / KM
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