Sherko Fatah liest aus seinem Roman

Steglitz. Der Roman "Ein weißes Land" von Sherko Fatah beschreibt das Bagdad in den 1930er Jahren. Der Autor liest aus seinem Buch am Montag, 24. September, in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek, Grunewaldstraße 3.

Im Mittelpunkt steht der junge Araber Anwar, der nichts von den politischen Wirren seiner Zeit versteht. Er träumt von schönen Häusern, von fernen Reisen, vielleicht auch ein bisschen von der Schwester seines jüdischen Freundes, und er träumt davon, ein "Jemand" zu werden. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gerät er unter den Einfluss der "Schwarzhemden", der faschistischen Jugendorganisation im Irak. Der deutsche Schriftsteller mit irakischen Wurzeln entwirft ein geschichtliches Panorama und führt mit seinem Abenteuerroman durch die Katastrophen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Anwar gerät ins Zentrum der neuen Macht und verliert sich im Labyrinth der Geschichte. Am Ende steht er vor den Trümmern seines Traumes. Fatahs Roman wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012 nominiert. Die Lesung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Es wird um Anmeldung unter 902 99 24 10 gebeten.


Karla Menge / KM
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