SPD will an die Flatows erinnern

Zehlendorf. Die SPD in der BVV will das Dreieck an der Kreuzung Rhumeweg/Niklasstraße nach den NS-Gegnern Georg und Hedwig Flatow benennen. Der 1889 geborene Jurist Georg Flatow war in den 20er-Jahren Staatsanwalt und Arbeitsrechtsexperte. Bis 1933 arbeitete der Sozialdemokrat als Regierungsrat im Preußischen Gewerbeministerium. 1938 wurden die Flatows im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Nach ihrer Freilassung 1939 gelang ihnen die Flucht nach Holland. Dort wurden sie von den Deutschen 1943 nach Auschwitz deportiert, wo sie im Oktober 1944 ermordet wurden. Mit der Benennung des Platzes, so die SPD-Fraktion, "würden Dr. Georg Flatow als Vater des Betriebsrätegesetzes von 1920 und seiner Ehefrau eine angemessene Ehrung zuteil."


Martinus Schmidt / mst
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