Stadträtin will in Kürze neuen Plan zur Schulentwicklung veröffentlichen

Steglitz-Zehlendorf. Der neue Schulentwicklungsplan (SEP) sieht laut Bildungsstadträtin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) mehr Räume und bessere Ausstattung für die Schulen im Bezirk vor. Der Plan solle demnächst veröffentlicht werden.

Das genaue Erscheinungsdatum möchte Richter-Kotowski nicht nennen. "Den Schulentwicklungsplan wird es zeitnah geben", erklärt die Stadträtin. Der letzte Schulentwicklungsplan für Steglitz-Zehlendorf wurde vor Amtsantritt der jetzigen Stadträtin beschlossen. Er datiert aus 2004 und galt für die Jahre bis 2009.

Die SPD hält den SEP für überfällig. "Es klingt wie ein Wunder", sagt Fraktionschef Norbert Buchta, dass er nun vorgelegt werde. Tatsächlich legen die Bezirke selbstständig fest, wann der SEP fortgeschrieben wird. "Die Bezirke entscheiden in eigener Zuständigkeit über den Zeitpunkt der Aufstellung", bestätigt Schulstaatssekretär Mark Rackles (SPD).

Investitionen von knapp 20 Millionen Euro sieht der SEP er vor. Das Geld soll hauptsächlich in die Renovierung von Schulen fließen. Allein 11,5 Millionen Euro erhalten die Arndt- und Goethe-Schule.

An der Drake-Straße soll eine neue Grundschule gebaut werden, um die Clemens-Brentano-Schule zu entlasten. In Lichterfelde Süd werde nach Fertigstellung der Neubauten an der Parks-Range eine neue dreizügige Grundschule benötigt, erklärt die Stadträtin.

Die Einzugsbereiche der Grundschulen sollen auch künftig generell so sein, dass Kinder höchstens einen Schulweg von eineinhalb Kilometer Länge haben. Indes räumt Richter-Kotowski ein, dass es am Stadtrand - etwa in Wannsee - auch mehr sein können.

Buchta bemängelt vor allem, dass es zu viele große Einzugsbereiche gibt. Besonders zwischen Argentinischer und Clayallee mit künftig 4500 neuen Einwohnern sei die Entwicklung verschlafen worden. Ähnlich sei die Situation in der Thermometer-Siedlung. Die dortige Grundschule platze längst aus allen Nähten.

Die CDU-Stadträtin weist die Kritik zurück. Es gebe ausreichend Schulplätze im Bezirk, wenn auch nicht an allen Stellen: "In Zehlendorf Süd haben wir Kapazitäten, während es in Steglitz-Nord Bedarf an zusätzlichen Plätzen gebe."


Martinus Schmidt / mst
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