Treitschkestraße: Grüne wollen Umbau erreichen

Mitunter stehen sich die Autofahrer in der Treitschkestraße gegenseitig im Weg. (Foto: privat)

Steglitz. Seit der Eröffnung des Boulevards Berlin parken Autofahrer die Treitschkestraße zu. Dabei gilt Parkverbot. Anwohner haben wie mehrfach berichtet Gegenmaßnahmen des Bezirksamts gefordert. Bislang ohne Erfolg. Jetzt unternimmt die Grünen-Fraktion einen neuen Vorstoß und will einen Umbau der Straße erreichen.

Das Bezirksamt wird aufgefordert zu prüfen, in wie weit in der Treitschkestraße im Abschnitt zwischen Einkaufszentrum und Lepsiusstraße nur den Anwohnern das Parken ermöglicht werden kann. In der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses stimmten die Bezirksverordneten über eine bauliche Umgestaltung der Straße ab. Dies sei das Hauptproblem: Die Straße ist zwar als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen, sieht aber aus wie eine normale Straße und wird als Durchgangsstraße wahrgenommen. Daran würden auch die aufgestellten Verkehrsschilder nichts ändern. Sie seien zu klein und würden übersehen, erklärte ein Anwohner in der Sitzung. "Die Parkplatzsuche in unserer Straße ist mitunter schlimmer als auf dem Kurfürstendamm", schilderte der Anwohner das tägliche Chaos in der Straße. Fußgänger, Kinder und Rollstuhlfahrer seien dabei besonders gefährdet.

"Vermutlich ist es nicht einmal eine böse Absicht der Autofahrer, wenn sie in die Treitschkestraße hineinfahren. Die Straße lädt regelrecht dazu ein, so wie sie jetzt gestaltet ist", sagte Stadtrat Norbert Schmidt (CDU). Er will sich daher dafür einsetzen, dass eine Umgestaltung der Straße erneut geprüft wird.

Der SPD-Fraktionschef Norbert Buchta ist skeptisch ob der Erfolgsaussichten des neuen Antrags. Schon vor einem dreiviertel Jahr hätte es einen solchen Prüfauftrag gegeben.

Im Ergebnis wurde zur Kenntnis gegeben, dass Varianten wie Umgestaltung oder Sperrung der Straße nicht möglich seien. "Was soll sich nach einer erneuten Prüfung ändern?". Der Antrag sei gut gemeint, aber nicht zielführend. Wirklich helfen würde nur, die Straße dicht zu machen. Doch dazu bedarf es einer Änderung des Bebauungsplanes, erklärte Buchta.

"Wenn der Versuch beim ersten Mal gescheitert ist, müssen wir jetzt noch einen drauf legen", erklärte Schmidt. Bisher hätte man mit "homöopathischen Mitteln" versucht, das Problem zu lösen. Anwohner Peter Janzon, der sich für eine Lösung einsetzt, fragt sich angesichts des plötzlichen Engagements, warum nicht schon beim ersten Antrag so damit umgegangen wurde. In acht Monaten hätte man genug Zeit gehabt zu prüfen, welche Variante durchsetzbar ist. Über den Antrag muss jetzt noch in der Bezirksverordnetenversammlung abgestimmt werden.


Karla Menge / KM
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