Behinderte Basketballer freuen sich über weiteren Sportrollstuhl

Die Baskettballmannschaft des Behindertensportvereins freut sich über einen neuen Sportrollstuhl. (Foto: K. Rabe)

Es sei ein besonderer Anlass und ein schöner Moment, zu dem die Rollstuhl-Basketballer des Behinderten-Sportvereins Steglitz (BSV), Vertreter des Sportamtes und der Bezirkspolitik sowie der Bürgerstiftung Steglitz-Zehlendorf kürzlich zusammen kamen, freute sich Karin Lau von der Bürgerstiftung. In der Kiriat-Bialik-Sporthalle wurde der Basketballmannschft des BSV ein Sportrollstuhl mit Einhand-Antrieb übergeben.

Das Besondere an der Spezialanfertigung sind die drei Greifringe, die es ermöglichen, dass sämtliche Bewegungen mit einer Hand gesteuert werden können. Somit können zum Beispiel auch halbseitig gelähmte Sportler Basketball spielen.

Aus eigenen Mitteln hätten sich die Basektballer des BSV das 10 000 Euro teure Gerät nie leisten können, betont Maximilian Klee, der die Mannschaft ehrenamtlich betreut und trainiert. Auf Initiative der Bürgerstiftung teilten sich die Stiftung, das Sportamt und die Katharina-Witt-Stiftung zu je einem Drittel die Kosten.

Es sei schon der zweite Sportrollstuhl, der über Spenden finanziert wurde. Da aber aller guten Dinge drei sind, sei ein dritter Rollstuhl bereits „in Arbeit“, informierte Sportstadtrat Frank Mückisch. Er werde vermutlich noch in diesem Jahr an den BSV übergeben werden können.

Auf eine neue Halle müssen die Rollstuhl-Baskettballer allerdings noch ein weiteres Jahr warten. Ihre bisherige Heimat-Halle in der Karl-Stieler-Straße musste abgerissen werden. Der Bau der neuen Halle, die dann auch von der Grundschule am Stadtpark für den Schulsport genutzt wird, startet noch in diesem Jahr, sagt Mückisch. Es wird eine behindertengerechte und barrierefreie Zwei-Feld-Halle mit Wettkampfmaßen sein. Geplant ist neben einem Fahrstuhl zur Empore unter anderem auch ein Geräteraum für die Rollstühle. Das Unterbringen der Sportrollstühle sei wichtig, weil diese von den Sportlern nicht zusammen mit ihrem normalen Rollstuhl transportiert und mitgebracht werden können. Sie müssen in Räumen untergestellt werden können, die barrierefrei zugänglich sind. Die neue Halle ist rund 5,5 Millionen Euro teuer. Sie soll mit Beginn der Herbstferien im kommenden Jahr eröffnen.
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