Jugendliche starten bei HZBB ihre Ausbildung

Die jungen Leute haben jetzt ihren Ausbildungsvertrag in der Tasche. Bei der HZBB erlernen sie einen Beruf. (Foto: K. Rabe)

Steglitz. Am1. September hat für viele junge Menschen mit dem Start ihrer Ausbildung ein wichtiger neuer Lebensabschnitt begonnen. 14 Jugendliche erhielten kürzlich bei der gemeinnützigen Gesellschaft Helmut Ziegner Berufsbildung (HZBB) ihre Ausbildungsverträge überreicht.

„Ich möchte den jungen Leuten von Beginn an Mut machen und in ihrer Ausbildung bestärken“, sagte Jugendstadträtin Carolina Böhm. Sie überreichte den Jugendlichen ihre Ausbildungsverträge und gab ihnen auf den Weg, dass es sich lohne, durchzuhalten und die Ausbildung zu beenden. „Angesichts des wirklich dramatischen Fachkräftemangels, den die Wirtschaft heute schon schmerzhaft spürt und der in den kommenden Jahren stetig zunehmen wird, ist jeder Ausbildungsplatz, der angetreten wird, Gold wert.“

Die 14 Azubis starten Ausbildungen in den Bereichen Elektrik, Fahrzeuglackiererei, Gärtnerei und Kosmetik. Sie haben von der neugegründeten Jugendberufsagentur der HZBB eine neue Chance auf dem Weg in ihre Zukunft über die Jugendberufshilfe erhalten. „Oft ist es die zweite oder dritte Chance für die Jugendlichen, die über die Jugendberufshilfe besonders betreut und gefördert werden“, sagt Jürgen Bittrich von der Jugendberufshilfe der HZBB. Das ist auch der Ansatz der Einrichtung: Junge Leute, die auf dem normalen Weg ihre Ausbildung kaum schaffen, werden hier aufgefangen und in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt intensiv begleitet. Viele, die bei der HZBB ihre Ausbildung beginnen, haben aus den verschiedensten Gründen schlechte Erfahrungen gemacht und mehrere Versuche für eine Ausbildung gestartet. „Sie zweifeln an sich und wissen nicht was werden soll. Andere wieder haben ihre festen Vorstellungen, die sich aber als unrealistisch erweisen.“

Die Ausbildung dauert, wie für andere Jugendliche auch, drei bis dreieinhalb Jahre. „Nach dem Abschluss werden alle Azubis übernommen“, sagt Bittrich. Die Betriebe kennen ihre Lehrlinge bereits aus den Praktika und sind sehr zufrieden mit deren Arbeit. Ebenso scheint die realistische Aussicht auf einen Arbeitsplatz auch die Jugendlichen zu motivieren. Bittrich: „Bei uns liegt die Abbrecherquote mit zehn bis 15 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt der Kammer.“ KaR
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