Kein Geld zur Wartung der Parkbänke

Viele Bänke in den Parks und Grünanlagen von Steglitz-Zehlendorf sind in einem schlechten Zustand. Der Bezirk kommt mit der Wartung nicht hinterher. (Foto: K. Menge)

Steglitz-Zehlendorf. Rund 3000 Parkbänke befinden sich in den öffentlichen Grünanlagen, auf Spielplätzen und im Straßenland von Steglitz-Zehlendorf. Viele Bürger wünschten sich jedoch noch mehr Sitzgelegenheiten und kritisieren die vielen kaputten Bänke.

Der Bezirk kommt mit der notwendigen Wartung und Reparatur der Bänke nicht hinterher. Reparaturbedürftige Bänke oder Teile davon werden zwar regelmäßig abgebaut, repariert und dann wieder aufgestellt. Nicht immer jedoch können die Bänke zeitnah wieder an Ort und Stelle gebracht werden. „Das liegt in der Regel an den Personalengpässen auf dem Wirtschaftshof, der für die Reparatur zuständig ist“, erklärt Stadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne) auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Ralf Fröhlich, der sich über Kosten der Straßen- und Parkbänke im Bezirk informieren wollte. In diesem Jahr sei erschwerend die Haushaltssperre hinzugekommen.

Je nach Größe, Modell und Aufstellungsort kosten die Bänke zwischen 1500 und 2000 Euro. Die Höhe der Reparaturkosten kann zwischen 100 Euro und dem Wert einer neuen Parkbank liegen. Kleinere Mängel werden vor Ort von den Mitarbeitern des Grünflächenamtes beseitigt. Bei größeren Schäden müssen die Bänke in den Werkstätten des Wirtschaftshofes generalüberholt werden. Über Anzahl, Umfang und Kosten der Reparaturen für eine Parkbank konnte Markl-Vieto keine Auskunft geben. Darüber gebe es keine Aufzeichnungen.

Gleiches trifft auch auf die genaue Anzahl der Sitzmöbel zu. Weil die Erfassung der öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen, Kinderspielplätze und des Straßenbegleitgrüns noch nicht abgeschlossen sei, könnten keine genauen Angaben gemacht werden. Derzeit seien 170 Hektar erfasst. In diesem Bereich sind 1073 Bänke registriert. Nach einer Hochrechnung könnte die Anzahl der Bänke auf der Gesamtfläche aller öffentlichen Anlagen von 480 Hektar bei rund 3000 Stück liegen, so Markl-Vieto.

Wenn Bänke ersatzlos abgebaut werden, könne dies im Einzelfall auch daran liegen, dass die Anwohner den Abbau wünschen. Sie fühlen sich von lärmenden Nutzern gestört. KM
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