Kiezinitiative (KiS) wirft dem Bezirksamt Untätigkeit vor

Über solche Dreckecken in Parks und Grünanlagen ärgern sich die Mitstreiter der Kiezinitiative. Sie fühlen sich vom Bezirk im Stich gelassen. (Foto: privat)

Steglitz. Die Kiezinitiative Steglitz (KiS) kümmert sich engagiert um bessere Wohnqualität im Kiez um die Schloßstraße. Trotz großer Eigeninitiative brauchen die Mitstreiter die Unterstützung des Bezirks. Doch die sei nicht zufriedenstellend.

"Wir leisten viel - doch das Bezirksamt hält seine Zusagen nicht oder nur schleppend ein", ärgern sich die engagierten Bürger. Unter anderem bemüht sich die Initiative um die Pflege von Grünanlagen in Steglitz.

Eine der Anlagen ist der Ahornplatz. Die KiS bemüht sich darum, dass der kleine Platz in der Ahornstraße wieder zu einem Ort wird, wo man sich gern aufhält. Die Mitstreiter sammeln regelmäßig den Müll ein. Doch der wird vom Grünflächenamt nicht abgeholt.

Auch andere Zusagen würde das Amt nicht einhalten, kritisiert die KiS. Unter anderem sollte ein Tiergartengitter repariert werden. Das ist bis heute nicht passiert.

Ein anderer "Problemfall" ist der Ruth-Andreas-Friedrich-Park. In Eigeninitiative pflanzten einige Anwohner neue Sträucher und Stauden und kümmern sich um ein gepflegtes Erscheinungsbild der Anlage an der Fichtenbergstraße. Unter anderem sollte eine Absperrung mit Hasendraht gezogen werden, um die Neuanpflanzungen vor Hunden zu schützen, was ebenfalls nicht passiert ist.

Das Straßen- und Grünflächenamt weist die Kritik zurück. "Wir treffen uns mit der KiS, wir holen Informationen für die Initiative ein und geben sie an sie weiter, wir schreiben Protokolle - wir werden tätig, wo wir nur können", sagt Amtsleiter Martin Müller-Ettler. Er vermisst bei den Mitstreitern der KiS die Einsicht, dass die Kapazitäten des Amtes begrenzt sind. Zumal das betroffene Revier in den vergangenen Wochen in erster Linie mit der Vorbereitung der Feierlichkeiten zur 100-Jahr-Feier des Stadtparks Steglitz beschäftigt gewesen sei, die kürzlich so erfolgreich begangen wurden, so Müller-Ettler.

"Die Ansprüche der KiS und vor allem die zeitlichen Vorstellungen zur Erledigung können wir mit unseren begrenzten Mitteln leider nicht erfüllen. Es wäre schön, wenn die KiS dafür mehr Verständnis aufbringen würde", erklärt Müller-Ettler. Es gäbe andere Initiativen im Bezirk, die auch ohne große Hilfestellung vom Amt gut laufen.


Karla Menge / KM
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