Ganz schön fit der Steglitzer TT-Verein

Im Sommer treffen sich die rüstigen TT-Spieler im Vereinsgarten in der Brandenburgischen Straße. Hier wurde auch das Vereins-Jubiläum begangen. (Foto: K. Menge)

Steglitz. Sport in jeglicher Form ist aus dem Alltag vieler Menschen heute nicht mehr wegzudenken. Ob Verein, Fitness-Studio oder das tägliche Joggen – Sport gehört dazu, wenn man sich fit und gesund halten will. Das war nicht immer so.

Als vor 130 Jahren Steglitzer Bürger den Verein für Gesundheitspflege (VfG) gründeten, dann deshalb, weil sie überzeugt davon waren, dass eine naturgemäße Lebensweise die Gesundheit fördert und das Leben verlängert. Das Wissen darum sollte verbreitet werden, denn noch im zweiten Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts waren Luft- und Sonnenbaden fast völlig unbekannt. Zur Zeit der Gründung des Vereins im Jahr 1886 war Steglitz eine kleine Landgemeinde mit 15 000 Einwohnern.

Die Gründer schienen gute Überzeugungsarbeit geleistet zu haben, denn der Verein wuchs stetig. 1921 konnte der Verein auf dem Gelände der „Rauhen Berge“ eigene Luftbadeinrichtungen für Gymnastik und andere Sportarten bauen, im Jahr 1924 kam ein eigenes Schwimmbad dazu. Nach der Enteignung des Vereins im Jahr 1938 hatte der Bezirk das Bad-Gelände übernommen, auf dem sich heute das Sommerbad am Insulaner befindet.

Nach dem Krieg lebte der Verein wieder auf. Bis heute existiert der Verein für Gesundheitspflege im Südwesten Berlins. Heute halten sich die 50 Mitglieder ausschließlich mit Gymnastik und Tischtennis fit. Trainiert wird an jedem Mittwoch in der Willi-Graf-Oberschule im Ostpreußendamm 166. „Wir sind mit Spaß dabei, bestreiten keine Turniere“, sagt Edith Maak vom Vorstand. Bevor die Kellen geschwungen werden, gibt es von 17 bis 18 Uhr eine Gymnastikstunde. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder zum Wandern. Im Sommer steht dem Verein ein Garten zum geselligen Beisammensein und natürlich zum Tischtennis spielen zur Verfügung.

„Tischtennis ist eine wunderbare Methode, um gesund, fit und jung zu bleiben“, sagt Edith Maak. Man käme nicht nur ganz schön ins Schwitzen, beim Tischtennis werden Hand- und Augenkoordination sowie die linke als auch die rechte Gehirnhälfte trainiert, so die sportliche Seniorin, die mit ihren 80 Jahren nicht die Älteste im Verein ist. „Die meisten unserer Mitglieder sind über 60, das älteste Mitglied ist stolze 92 Jahre alt. Wir freuen uns aber auch über jüngere Spieler – so um die 50“, sagt Maak. KM

Wer Lust bekommen hat, zukünftig bei den rüstigen Tischtennis-Spielern mitzumachen, setzt sich mit Edith Maak in Verbindung:  803 22 66; E-Mail: e.k.maak@t-online.de.
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