FDP fordert Halteverbot vor Grundschulen

Steglitz-Zehlendorf. Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Das Chaos auf der Straße vor den Schulgebäuden kennt wohl jede Grundschule im Bezirk. Jetzt will die FDP durch eine drastische Maßnahme die Eltern gewissermaßen zu mehr Einsicht zwingen.

Jeden Morgen das gleiche Bild: An Wochentagen staut es sich vor Unterrichtsbeginn und zu Schulschluss vor den Grundschulen des Bezirks. Eltern halten oder parken kurzzeitig unmittelbar vor dem Schuleingang. Die Kinder werden abgesetzt und am Nachmittag wieder aufgenommen. Die Verkehrssituation vor der Schule und im unmittelbaren Umfeld werde sehr übersichtlich. Die Sicherheit der Kinder ist laut der FDP-Fraktion gefährdet. Aktionen wie „Zu Fuß zur Schule“, die Eltern zum Umdenken anregen sollen, ihr Autozu Hause stehen zu lassen oder es nicht genau vor der Schule zu parken, zeigten nur mäßigen Erfolg.

Die FDP-Fraktion möchte daher das Halten und Parken vor allen 32 Grundschulen des Bezirks künftig während der Hol- und Bringzeiten verbieten. Die Eltern sollen angewiesen werden, die Kinder entweder ohne Auto zur Schule zu bringen oder wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann zumindest ihre Sprösslinge im weiteren Schulumfeld abzusetzen oder aufzunehmen. Das Bezirksamt soll sich im Rahmen der Möglichkeiten dafür einsetzen, dass während der Stoßzeiten oder aber wochentags von 7 bis 18 Uhr auf beiden Seiten der Straßen, in denen sich die Schuleingänge befinden, ein absolutes Halteverbot angeordnet wird. Die Maßnahme könne auf die individuelle Situation vor der Schule abgestimmt werden. Über den Antrag hat die Bezirksverordnetenversammlung noch nicht abgestimmt. KaR
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Max Ebert aus Zehlendorf | 15.06.2017 | 16:16  
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