Grüne setzen sich für Parkhinweisschilder auf der Schloßstraße ein

Steglitz. Das hohe Verkehrsaufkommen in der Schloßstraße macht vor allem den Anwohnern in den Nebenstraßen zu schaffen. Nach einer Anwohnerinitiative setzen sich jetzt auch die Bezirksverordneten der Grünen für ein Parkleitsystem ein.

Auf der jüngsten Bezirksverordnetenversammlung im Mai stand der Antrag der Grünen zur Beschlussfassung auf der Tagesordnung. Das Bezirksamt wird darin aufgefordert zu prüfen, wie die Parkmöglichkeiten vor allem in den zahlreich vorhandenen Parkhäusern durch Hinweisschilder oder ein elektronisches Parkleitsystem besser auffindbar werden. Das soll vor allem Ortsfremden helfen, die Parkhäuser schneller zu finden. Der Parksuchverkehr in den Nebenstraßen könnte dadurch reduziert werden.

Während die CDU den Antrag unterstützt, halten SPD und Piraten den Vorstoß für zu teuer. Die Kosten seien zu hoch. Ein Parkleitsystem wäre für die Schloßstraße zwar sinnvoll und wurde bereits vor zehn Jahren von der SPD-Fraktion zur Diskussion gestellt. Aber eine Investition von rund 250 000 Euro, wie sie damals zur Debatte stand, sei für Steglitz-Zehlendorf nicht zu finanzieren, erläuterte SPD-Fraktionschef Norbert Buchta. Schon damals wollten sich die Parkhausbetreiber nicht an den Kosten beteiligen, weil ein Parkleitsystem kommunale Aufgabe sei. "Hier soll eine Sache geprüft werden, wo vorher schon feststeht, dass sie nicht finanzierbar ist", sagte der Fraktionsvorsitzende Eric Lüders.

Die Grünen halten dennoch an ihrem Antrag fest. Ihr Fraktionschef Uwe Köhne räumte ein, dass eine digitale Ausschilderung teuer sei, die minutengenau die freien Parkplätze anzeigt. Er könnte sich auch eine schlichte Ausschilderung der Parkhäuser vorstellen. "Ein Parkleitsystem ist ökologisch sinnvoll und erhöht die Aufenthaltsqualität in der Schloßstraße". Zugleich wünschten sich auch die Gewerbetreibenden eine leichtere Erreichbarkeit, sagte Köhne. Er könnte sich vorstellen, die Geschäftsleute als finanzielle Unterstützter zu gewinnen.

Der Antrag wurde mit den Stimmen der Grünen und der CDU angenommen. Die Ergebnisse des Prüfberichtes sollen dem Verkehrsausschuss im September vorgelegt werden.


Karla Menge / KM
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