Grundschule am Insulaner will Elterntaxis mit Laufbussen zurückdrängen

Mit diesen Haltestellen-Schildern sind die Laufbus-Sammelstellen gekennzeichnet. Hier treffen sich die Schüler und machen sich gemeinsam los. (Foto: K. Rabe)

Steglitz. „Selbstständig zur Schule“ heißt die Aktion, die zur Zeit an der Grundschule am Insulaner läuft. Erst- und Zweitklässler lernen seit Mitt Juni ihren Schulweg ohne ihre Eltern mit sogenannten Laufbussen zu meistern.

Laufbusse sind eine organisierte Laufgemeinschaft. Eine Gruppe von Kindern trifft sich zu einer bestimmten Zeit an einer gekennzeichneten Lauf-Sammelstelle. Von dort aus gehen die Kinder zusammen zur Schule und werden dabei zunächst von einem oder mehreren Erwachsenen begleitet. „So lange, bis die Kinder sicher genug sind, ohne Aufsicht zu laufen“, sagt Melanie Hartung vom Verkehrsausschuss der Schule.

Die Grundschule am Insulaner ist die erste Schule in Steglitz-Zehlendorf, die Laufbusse eingerichtet hat. Es ist auch das erste große Projekt, das der Verkehrsausschuss an der Steglitzer Grundschule auf die Beine gestellt hat. „Wir haben zwei Routen ausgesucht, die besonders stark frequentiert sind“, erklärt Hartung. Mit dem „laufenden Schulbus“ sollen Eltern das Vertrauen gewinnen, dass die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg gewährleistet ist.

Laufbusse sind keine neue Idee. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) ruft schon seit 211 Grundschulen in ganz Deutschland zur Teilnahme auf. Inzwischen unterstützt auch das Umweltbundesamt die Aktion, die viele Vorteile für Grundschulkinder bietet. Dazu gehört nicht nur die Reduzierung des Kfz-Verkehre vor den Grundschulen. Vielmehr wird für die Kinder der Weg zur Schule wieder zu einem Erlebnis und sie kommen frischer in der Schule an. Durch das sichere Zufußgehen bekommen die Kinder ausreichend Bewegung und lernen über den Schulweg hinaus ihre Wege selbstständig und umweltfreundlich zurückzulegen.

Haltepunkt für Elterntaxis

Die Laufbusse sind erst der Anfang weiterer Maßnahmen, die sich der Verkehrsausschuss der Schule überlegt hat. Ziel ist es, die Autos komplett aus dem Bereich rund um die Schule zu bekommen. Denn wie an fast allen Grundschulen werden die jüngsten Schüler gern mit dem „Elterntaxi“ bis fast vor die Schultür in der Hanstedter Weg chauffiert. Vor Schulbeginn und nach Schulschluss herrscht daher regelmäßig Verkehrschaos. Dies soll sich ändern. Der Verkehrsausschuss möchte Haltepunkte für „Elterntaxis“ einrichten. KaR
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