Aktive Tourismusförderung für einen nachhaltigen Tourismus im Berliner Südwesten EBC Hochschule Berlin begleitet die Tourismusarbeit im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf

Im Berliner Südwesten werden die Karten für einen nachhaltigen Tourismus neu gemischt. Im Zeitraum 2014 bis 2016 haben die EBC-Hochschule und die bezirkliche Wirtschaftsförderung sowie das Regionalmanagement Berlin Südwest erfolgreich das GRW-geförderte Tourismusprojekt bearbeitet, das im Mai 2016 öffentlich präsentiert wurde. Hierbei hat die EBC-Hochschule die touristischen Potenziale und die touristische Infrastruktur des Bezirks Steglitz-Zehlendorf detailliert analysiert. Besonderer Fokus der Untersuchung lag auf den Bereichen Radtourismus und Wassererleben, zwei Alleinstellungsmerkmale des Bezirks Steglitz-Zehlendorf.
Die Ergebnisse des Tourismusprojekts machten deutlich, dass der Bezirk über eine hohe Attraktivität und ein hohes touristisches Potenzial verfügt, es aber Defizite bei der strukturellen Erschließung und einem professionellen Destinationsmanagement gibt. Zudem gilt zu bedenken, dass durch ein touristisches Wachstum in Berlins Außenbezirken eine Entzerrung des boomenden Tourismus in den Innenstadtbezirken erfolgen kann und sich so die touristische Wirtschaftsstruktur des Berliner Südwestens nachhaltig verbessert. Diese Defizite sollen nun mit aktiven Umsetzungsprogrammen zu erfolgreichen Maßnahmen umgewandelt werden. Dazu dient ein Anschlussprojekt, das Ende 2016 bewilligt wurde. Auch hier konnte die Wirtschaftsförderung nach einer öffentlichen Ausschreibung wiederum die EBC Hochschule Berlin als Projektdienstleister gewinnen. Die gute Arbeit des ersten Bausteines kann also fortgesetzt werden. Die Leitung des Tourismusprojekts Baustein II hat wieder Prof. Frank Schaal übernommen.
Ausgehend von den im ersten Förderbaustein erarbeiteten vier Premium-Radrouten „Top-Route Berlin“, sollen nun zwei der Routen, die sogenannten „Top-Routen“ umsetzungsfähig konzipiert werden, das bedeutet hier wird in den nächsten zwei Jahren ein umsetzungsfähiges Beschilderungskonzept erarbeitet, das als Vorstufe für eine Beschilderung, Montage, Pflege der beiden ausgewählten Routen gilt. Außerdem wird jetzt ein Kommunikationskonzept erarbeitet, das festlegt, wie die Kommunikation für den Tourismus gestaltet wird. Hiervon ausgehend werden z.B. die Erstellung eines Corporate Designs, Medienkonzeption, Werbemaßnahmen, PR, Internetseite, aber auch die Ansprache der Gäste festgelegt werden. Erste Marketingmaßnahmen sollen dann auch entsprechend des Kommunikationskonzeptes umgesetzt werden. Auch die Distribution der Leistung gilt es zu regeln. Hier wird gemeinsam mit visitBerlin Wege erarbeitet, wie mit potenzieller Distributionspartner (z.B. Reiseveranstalter, Incoming-Agenturen) zusammengearbeitet werden kann.
Um die touristischen Potenziale des Berliner Südwestens besser erschließen zu können bedarf es zudem eines strategischen Binnenmarketings. Der Begriff „Binnenmarketing“ steht letztlich für den Aufbau und die Pflege von destinationsinternen Netzwerkprozessen, also die Zusammenarbeit mit den touristischen Leistungsträgern im Bezirk. Hier werden wir Kooperationen und Netzwerke mit Kooperationspartnern und Leistungsträgern aufbauen, um die Organisation zu verbessern und eine Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu legen. Das Projekt „Tourismuskonzept Steglitz-Zehlendorf“ wird unterstützt und anteilig finanziert über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) des Landes Berlin und der Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf von Berlin.
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