Orkan Xavier entwurzelte hunderte Bäume im Südwesten

Samt Wurzel wurde dieser Straßenbaum in der Klingsorstraße durch den Orkan umgestürzt. (Foto: K. Rabe)

Steglitz-Zehlendorf. Der Sturm Xavier hat auch im Südwesten Berlins gewütet und große Schäden angerichtet. Noch immer zeugen umgestürzte Bäume und herumliegende Äste von der Wucht, mit der Xavier durch die Stadt gefegt ist.

In der Klingsorstraße ist ein riesiger Straßenbaum in ein Mehrfamilienhaus gekracht. Mehrere Fensterscheiben sind zu Bruch gegangen, das Dach und der Putz sind beschädigt. Derzeit ist eine Firma dabei, den Baum zu zerlegen und die Reste abzutransportieren. Der entwurzelte Baumriese ist kein Einzelfall. An vielen Straßen müssen umgefallene Bäume unter heruntergefallenen Ästen entfernt werden. Dies ist bereits häufig passiert. Das Beseitigen der großen Stämme indes geschieht erst nach und nach.

Nach einer ersten Zwischenbilanz sind es rund 850 Bäume, die nach dem Sturm in bezirkliche Anlagen wie Friedhöfe, Grünanlagen, Spiel- und Sportplätze, Schulhöfe und am Straßenrand umgestürzt sind oder gefällt werden müssen, erklärt die Leiterin des Straßen- und Grünflächenamtes Monika Osteresch auf Anfrage der Berliner Woche. An weiteren rund 980 Bäumen sind große Äste ausgebrochen und Kronenbrüche festgestellt worden. Vermutlich stehen auch hier noch weitere Fällungen an, erklärt Osteresch. Die Kosten, die durch den Sturm für den Bezirk entstanden sind, liegen derzeit grob geschätzt bei 750 000 Euro.

Die schlimmsten Schäden gibt es im Landschaftspark Glienicke, an der Krummen Lanke, im Heinrich-Lehr-Park, im Gemeindepark Lankwitz und im Stadtpark Steglitz. Bei den Friedhöfen sind die Waldfriedhöfe Zehlendorf und Dahlem besonders betroffen. Teilbereiche in den Anlagen sind immer noch mit Flatterband abgesperrt. „Nach wie vor gilt für alle Grünanlagen und auf den Friedhöfen, dass das Betreten sehr gefährlich ist und dies nur in begründeten Ausnahmefällen geschehen sollte“, warnt Monika Osteresch. Wie lange es dauern wird, bis lose Äste beseitigt sind und die Anlagen wieder gefahrlos betreten werden können, ist unklar. „Es wird sicherlich noch bis zu vier Wochen dauern, bis die akuten Gefahren beseitigt sind. Erst dann können wir mit den eigentlichen Aufräumarbeiten beginnen.“ KaR
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