Kanonen sind zurück: Historische Geschütze am Tegeler Seeufer repariert

Die historischen Kanonen – einst ein Geschenk aus England – mussten aufgrund von Vandalismus-Schäden runderneuert werden. (Foto: Berit Müller)

Tegel. Sie sind ein Hingucker an der südlichen Greenwichpromenade – die beiden gusseisernen Kanonen aus dem 18. Jahrhundert waren eine Weile fort; jetzt stehen die Schwergewichte wieder dort, wo sie hingehören.

Wieder einmal war es Vandalismus, der auch den beiden gusseisernen Rohren und den Gestellen aus Eichenholz – Laffetten genannt – heftig zugesetzt hatte. Einige Zeit mussten Spaziergänger am Tegeler See daher aufs gewohnte Bild an der steinernen Ufer-Plattform verzichten. Der Bezirk hatte die Schmuckstücke vom Kanonenplatz abtransportieren lassen, um kaputte Teile zu reparieren. Das ist nun geschehen.

Vor allem die Laffetten waren so massiv betroffen, dass sie komplett erneuert werden mussten. Die fahrbaren Gestelle, auf denen die Geschütze montiert sind, zeigen die Wappen von Greenwich und Reinickendorf. Beide Embleme wurden mittels einer Holztafel und spezieller Lasertechnik neu gefertigt. Für die Metallteile kamen Sandstrahler zum Einsatz, anschließend erhielten sie eine frische Beschichtung. Etliche Metallteile wurden zudem teilerneuert oder ergänzt. Die Kanonen wiegen zwei beziehungsweise zweieinhalb Tonnen, den Transport übernahm jeweils das Reinickendorfer Straßen- und Grünflächenamt.

Seit Ende Juli stehen die beiden Kanonen wieder am angestammten Platz. 14.000 Euro hat sich der Bezirk die Reparaturen in der Dorfschmiede Heiligensee und in der Tischlerei Gericke kosten lassen. Die gusseisernen Waffen waren einst ein Geschenk des Reinickendorfer Partnergemeinde Greenwich – ein Stadtteil von London. Die Geschütze wurden in Schottland von einem gewissen William Falkirk gefertigt und waren einmal durchaus einsatzbereit – bei der britischen Küstenverteidigung. bm
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