Politiker wollen Mieter schützen: Bebauungsplan für altes Wasserwerk Tegel

Das Ensemble des alten Wasserwerks Tegel im neuen Ortsteil Borsigwalde steht bisher unter Denkmalschutz. Ein Investor plant allerdings Wohnungsbau. (Foto: Christian Schindler)
Berlin: Altes Wasserwerk Tegel |

Borsigwalde. Auf der letzten Sitzung der abgelaufenen Legislaturperiode am 14. September haben sich die Bezirksverordneten dafür ausgesprochen, dass Veränderungen auf dem ehemaligen Wasserwerk an der Trettachzeile sozial verträglich geschehen.

Das Wasserwerk wurde um 1898 für die damalige Landgemeinde Tegel errichtet. Es steht längst unter Denkmalschutz. Heute gibt es auf dem mehr als 13.600 Quadratmeter großen Grundstück noch 15 Wohnungen sowie mehrere Gewerbebetriebe. Die Immobilie gehörte einst der GSW, über die es dann zur Deutschen Wohnen kam.

Die jedoch soll sehr weit sein in Verkaufsverhandlungen mit einem Investor, der in größerem Stil Wohnungsbau plant. Vertreter dieses Investors sollen vor Ort schon den Mietern erklärt haben, dass ihre Pläne für hochpreisigen Wohnungsbau genehmigt seien.

Hier widerspricht Baustadtrat Martin Lambert (CDU): „Dafür muss ein neuer Bebauungsplan erstellt werden, mit allen Beteiligungsrechten für Betroffene und Bezirksverordnete.“ Alle Fraktionen sprachen sich in Dringlichkeitsanträgen dafür aus, die Mieter vor Ort in die Planungen einzubeziehen und auch die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude zu erhalten.

Einzige Differenz: Die CDU erachtet es als nicht sinnvoll, das Waldgrundstück mit historischem Eiskeller, dass sich ebenfalls auf dem Gelände befindet, öffentlich zugänglich zu machen. Das könnte mit Eigentumsrechten kollidieren. CS
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