Mit Gewalt auf Beleidigung reagiert: Jugendliche in ihrer Wohnung verprügelt

Tegel. Mutmaßliche fremdenfeindliche Äußerungen und eine gewalttätige Reaktion darauf haben am 19. September die Polizei auf Trab gehalten.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand befanden sich eine 33-jährige Frau mit ihren drei Kindern im Alter von drei, acht und zehn Jahren gegen 19.30 Uhr auf dem Gehweg des Kamener Wegs, als sie aus einem Wohnhaus heraus mit Obst und Gemüse beworfen wurden. Anschließend sollen die Vier zudem fremdenfeindlich beleidigt worden sein. Ein Kind wurde durch einen Apfel am Bein getroffen und klagte über Schmerzen.

Die Frau begab sich mit ihren Kindern zu in der Nähe wohnenden Familienangehörigen und informierte diese über das Geschehen. Daraufhin liefen zwei Angehörige zu der entsprechenden Wohnung und klopften an der Tür. Als ihnen geöffnet wurde, sollen sie in die Wohnung gestürmt sein. Einer der beiden Männer, der einen Holzstiel dabei hatte, soll damit auf die beiden in der Wohnung anwesenden 14- und 15-jährigen mutmaßlichen Täter eingeschlagen haben. Sein Begleiter, ein 38-Jähriger, soll noch versucht haben, ihn davon abzuhalten, was ihm jedoch nicht gelungen sein soll.

Die beiden Jugendlichen, gegen die wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt wird, kamen mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Dort wurden sie nach einer ambulanten Behandlung von ihren Eltern abgeholt. Der mutmaßliche 35-jährige Schläger wurde nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung entlassen. Er muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung und Hausfriedensbruch verantworten. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen. CS
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