Musikschule im Grünen Haus: Auszug aus dem Tegel-Center

Der künftige Sitz der Musikschule Reinickendorf: Das „Grüne Haus“ an der Ziekowstraße 161-163. (Foto: Bezirksamt Reinickendorf)
Berlin: Grünes Haus |

Tegel. Die wachsende Verwaltung des ebenso wachsenden Bezirkes Reinickendorf hat erste Folgen: Die Leitung der Musikschule zieht mit den Fachgruppenleitungen und der Verwaltung in das Dachgeschoss des „Grünen Hauses“ in der Ziekowstraße 161-163.

Für die Bürger hat das zunächst folgende Konsequenz: Die Verwaltung der Musikschule ist vom 16. bis einschließlich 22. Februar für den Publikumsverkehr geschlossen. Die bisherigen Mailadressen und Telefonnummern bleiben erhalten. Ab dem 23. Februar ist die Musikschule an der Ziekowstraße 161-163, Raum 304, wieder erreichbar.

Der Umzug der Musikschulverwaltung aus dem Hochhaus des Tegel-Centers in das 1914 von Franz Hildebrand als Waisenhaus entworfene Grüne Haus steht für die Raumnot der öffentlichen Verwaltung. Im Haus selbst werden Räume vom Humboldt-Gymnasium genutzt, unter anderem für eine Mensa. In einigen Räumen ist auch die Musikschule mit Instrumentenunterricht vertreten. Ausgeklügelte Zeitpläne sollen, so hatte es Bürgermeister Frank Balzer (CDU) schon im vergangenen Jahr angekündigt, verhindern, dass sich „laute Räume“ und Verwaltung in die Quere kommen.

Dachgeschossausbau: Geld ist da, die Statik unklar

Die rund 1750 Mitarbeiter des Rathauses (Stand 2015) dürften bisher rund 40 neue Kollegen hinzubekommen haben. Diese finden jedoch keinen zusätzlichen Platz im Rathaus. Das könnte selbst nur „wachsen“, wenn das Dachgeschoss ausgebaut wird. Dabei ist aber die Frage der Statik noch nicht geklärt. In diesem Jahr wird eine Entscheidung fallen, ob dieser Ausbau überhaupt möglich ist, und der Senat finanziell mit helfen kann. Den denkmalgerechten Aus- und Umbau des Grünen Hauses hat sich der Bezirk rund 3,1 Millionen Euro kosten lassen.

Der Umzug der Musikschule hat aber noch einen weiteren Aspekt. Der Mietvertrag des Bezirksamtes für die Räume im Hochhaus des Tegel-Centers läuft noch bis 2018. Noch ist nicht klar, ob dieses Vertragsverhältnis auch über die geplante Modernisierung des Tegel-Centers hinaus besteht, auch wenn bisher sowohl Bezirksamt wie auch der Eigentümer dies signalisieren. Bürgermeister Balzer weist jedenfalls darauf hin, dass es dazu auch Alternativen in Tegel gäbe. CS
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