Die Verwaltung wächst wieder: Büroräume im Dachgeschoss

Berlin: Grünes Haus |

Tegel. Die wachsende Stadt macht sich auch in Reinickendorf bemerkbar – rund 660.000 Euro steckt das Bezirksamt in diesem Jahr in den Dachausbau für Bürozwecke des Grünen Hauses an der Ziekowstraße.



Im vergangenen Jahr hatte die Reinickendorfer Bezirksverwaltung rund 1750 Mitarbeiter. Angesichts einer wachsenden Bevölkerung wird die Zahl steigen. Den aktuellen Zuwachs schätzt Bürgermeister Frank Balzer (CDU) auf 30 bis 40 Mitarbeiter. Und die brauchen Platz, der im Rathaus nicht gegeben ist. So kommt zu den Verwaltungsräumen also spätestens im kommenden Jahr das Dach des ehemaligen Waisenhauses an der Ecke Ziekowstraße und Waidmannsluster Damm hinzu, das vor allem vom Humboldt-Gymnasium genutzt wird. 18 bis 19 Arbeitsplätze werden dort entstehen, sagte Balzer am 5. September im Haushaltsausschuss. Es werden vermutlich Mitarbeiter aus den Bereichen Schule und Kultur sein, die dort Platz finden. Möglicherweise sind sie vor allem von morgens bis in den frühen Nachmittag dort tätig, denn zu späteren Zeiten ist auch die Musikschule mit Instrumentenspiel vor Ort. Ausgeklügelte Zeitpläne und eine Aufteilung zwischen „lauten“ Räumen und Büro können das Problem laut Balzer lösen.

Bleiben Räumlichkeiten im Tegel-Center erhalten?

Das Dachgeschoss des Baus aus dem Jahre 1914 wird aber die räumliche Enge des öffentlichen Dienstes noch nicht beheben. So läuft 2018 der Mietvertrag für das Tegel-Center aus. Auch wenn Bezirksamt und neuer Eigentümer versichern, sich grundsätzlich über ein weiteres Miteinander einig zu sein, könnte es auch anders kommen. Balzer sieht für diesen Fall aber genügend Alternativen, auch in Tegel, wo noch Büros leer stehen.

Noch nicht entschieden ist über eine Möglichkeit, die viel Platz brächte, aber nicht sofort zu realisieren ist: Der Ausbau des Dachgeschosses des Rathauses am Eichborndamm 215-239. Der Vorteil wäre laut dem SPD-Bezirksverordneten Thorsten Koch, dass dies als „Sondertatbestand“ in der Investitionsplanung durch den Senat finanziert werden könnte. Zurzeit lässt der Bezirk prüfen, ob die Statik dies überhaupt zulässt. Auch hier wird eine Entscheidung in diesem Jahr nicht mehr fallen. CS
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