Politik will keine weitere Lärmbelastung durch Flughafen

Tegel. Die mögliche Verlagerung von Flügen des Unternehmens Easyjet von Schönefeld nach Tegel hat einhellige Ablehnung der Politik hervorgerufen. Die Fluggesellschaft hatte am 10. November mitgeteilt, einen Umzug zu prüfen.

Grund ist die Sanierung der Nordbahn in Schönefeld, die damit nach Schätzung von Easyjet ab März 2015 für fünf Monate nicht genutzt werden kann. Die Nutzung der Südlandebahn könnte für die Flieger längere An- und Abfahrtszeiten an die Abfertigungsplätze bedeuten, und damit auch den Linienverkehr verzögern.

Laut Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hat Easyjet eine Anfrage für täglich maximal 13 Flüge von Tegel aus gestellt, begrenzt auf den Zeitraum der Sanierung in Schönefeld. Bisher ist jedoch nicht klar, ob es überhaupt Zeitfenster für diese Flüge gibt, und wenn ja, ob sie mit den Flugplänen der Linie kompatibel sind. Die Vorsitzenden von CDU und SPD im Bezirk sind von möglichen zusätzlichen Flügen von Tegel alles anders als begeistert. "Ein Umzug von Easyjet nach Tegel muss mit allen Mitteln verhindert werden", sagt der CDU-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Frank Steffel. Die Menschen in der Einflugschneise von Tegel dürften nicht weiter belastet werden. Der SPD-Vorsitzende und Abgeordnete Jörg Stroedter erwartet von der Flughafengesellschaft "eine klare Absage an Easyjet". Die Kapazitäten in Schönefeld seien mit der Südbahn vorhanden.

In Tegel wurden laut Mitteilung der Flughafengesellschaft in den ersten zehn Monaten 2014 mehr als 17,5 Millionen Passagiere abgefertigt, und damit 5,7 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2013.


Christian Schindler / CS
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