300 Menschen protestieren gegen Flughafen

Auch Spandauer machten bei der Demonstration am Flughafen Tegel mit. (Foto: Christian Schindler)

Tegel. Rund 300 Menschen haben am 13. April vor allem gegen die zunehmenden Nachtflüge von und nach Tegel direkt am Flughafen demonstriert.

Mit der Aktion wollten mehrere Bürgerinitiativen darauf aufmerksam machen, dass der steigende Flugverkehr in der Region vor allem über Tegel abgewickelt wird. Das führt dazu, dass auch in der Nacht immer häufiger Flugzeuge zu hören sind. Die Demonstranten sind auch verärgert über Äußerungen des neuen Flughafen-Chefs Hartmut Mehdorn, der gleich nach seinem Amtsantritt die Offenhaltung von Tegel angeregt hatte. Noch auf einer Pressekonferenz am 12. April hatte Mehdorn für eine Aufweichung des Planfeststellungsbeschlusses für Tegel plädiert. Der sieht die Schließung von Tegel spätestens ein halbes Jahr nach der Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg "Willy Brandt" in Schönefeld vor. Mit einer schrittweisen Öffnung von Schönefeld könne, so Mehdorn, auch Tegel längere Zeit am Netz bleiben. Der Flughafenaufsichtsratschef, der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), sprach sich auf derselben Pressekonferenz allerdings gegen einen dauerhaften Parallelbetrieb aus.


Christian Schindler / CS
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