Abgeordneter Frank Steffel besuchte Otis

Ralf Müller, Leiter der Otis-Fertigung, und Hartmut Engler zeigen Frank Steffel Kabelverbindungen für die Aufzugsteuerung. (Foto: Christian Schindler)

Tegel. Im Berliner Alltag fällt die wirtschaftliche Größe des Unternehmens nicht sofort auf, das der Bundestagsabgeordnete Frank Steffel (CDU) am 18. Januar einen Besuch abstattete: Die deutsche Zentrale von Otis.

Geräuschlosigkeit ist eines der Markenzeichen des Aufzugbauers. Seit Jahren hängen die Kabinen neuer Aufzüge nicht mehr an Stahlseilen, sondern an speziellen Gurten. Sie halten nicht nur dreimal so lange wie ihre Vorgänger, sie sind auch leiser. Metallische Abrollgeräusche gibt es mit ihnen nicht.Ihr größter Vorteil ist jedoch ihre Energieeffizienz: Zusammen mit regenerativen Antrieben verbrauchen neue Otis-Aufzüge bis zu 75 Prozent weniger Energie als ihre konventionellen Vorgänger. "Hätten alle Aufzüge in Deutschland diese Technik, könnten wir drei Kernkraftwerke abschalten", sagt Hartmut Engler, Vorsitzender der Otis-Geschäftsführung. Neben den neuen Materialien und Techniken sind es kluge Leiterplatten-Techniken, mit denen Otis punktet. Von den rund 1000 Otis-Beschäftigten in Berlin sind 850 an der Otisstraße 33 in Tegel beschäftigt, die über den gleichnamigen U-Bahnhof ans öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen ist.

Das Unternehmen geht zurück auf den Amerikaner Elisha Graves Otis, der die automatische Absturzsicherung erfand und 1853 seine Firma in Yonkers im US-Bundesstaat New York gründete. 1884 folgten Verkaufsbüro in London und Paris, 1888 erhielt Otis den Auftrag zum Einbau von Aufzügen im Eiffelturm. In Berlin fusionierte Otis 1951 mit der Firma von Carl Flohr, dem "deutschen Otis". Mittlerweile gehört Otis zum UTC-Konzern (United Technologies Corporation). Für den Politiker Frank Steffel, der auch Vorsitzender der Reinickendorfer CDU ist, würde ein Hochtechnologie-Unternehmen wie Otis davon profitieren, dass bei Ausschreibungen der öffentlichen Hand nicht grundsätzlich der billigste Anbieter genommen wird. So war es zum Beispiel beim Großflughafen BER, wo dann die Rolltreppen zu kurz waren. Da lächelt dann auch der Otis-Deutschland-Chef Engler: "Das war auch nicht unser Unternehmen".


Christian Schindler / CS
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