Flughafen Tegel wird deutlich mehr belastet

Mit dem Winterflugplan nimmt die Zahl der Flugbewegungen deutlich zu. Schon jetzt starten oder landen bis zu 300 Flugzeuge am TXL. (Foto: Christian Schindler)

Tegel. Mit Beginn des Winterflugplans am Flughafen Tegel nehmen jetzt die Belastungen für Airport und Anwohner zu. Weitere 108 Flüge pro Woche sind zu verzeichnen. Für den SPD-Bundestagsabgeordneten Swen Schulz ist damit die Schmerzgrenze erreicht.

Zum Winterflugplan 2012/2013 wird es deutlich mehr Flüge von und nach Tegel geben. Der Grund: Die Lufthansa-Tochter Germanwings ist von Schönefeld nach Tegel umgezogen. Damit wird es wöchentlich 108 Flüge mehr geben. Das teilte der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Rainer Schwarz, jetzt dem Spandauer Bundestagsabgeordneten Swen Schulz mit. Der hatte beim Flughafenchef die erwarteten Verkehrssteigerungen abgefragt. Im Vergleich zum Vorjahr soll es rund neun Prozent mehr Flugbewegungen geben. Die Zahl der Starts und Landungen steigt damit auf 65 377. Für Schulz ist damit die Schmerzgrenze erreicht. "Das ist nicht akzeptabel", sagt er.

Den Flughafen Tegel sozusagen als Notmaßnahme aufgrund der Probleme mit dem neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld stärker auszulasten, sei zwar verständlich. "Doch bei den neuen Flugplänen zusätzliche Verlagerungen vom funktionierenden Altflughafen Schönefeld nach Tegel zuzulassen, ist unerträglich. Dabei müsste im Gegenteil von Tegel nach Schönefeld verlagert werden." Swen Schulz übt deshalb scharfe Kritik an der Flughafengesellschaft und fordert Senat und Bundesregierung auf, im Aufsichtsrat eine Korrektur dieser Geschäftspolitik vorzunehmen. Schon jetzt starten oder landen am Tag bis zu 300 Flugzeuge in Tegel. Der Winterflugplan endet am 30. März 2013.


Ulrike Kiefert / uk
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