Gewobag beschert Kindern Solarbaukästen

Vorzeitige Bescherung: Hendrik Jellema (vorne r.) und Ephraim Gothe (M.) überreichen Frank Göldner und den Kindern die Solarbaukästen (Foto: Ulrike Kiefert)

Tegel. Die Sonne macht es möglich: Der Förderverein Meredo bekam jetzt zehn Solarbaukästen und einen Scheck über 1450 Euro von der Gewobag geschenkt. Das Geld stammt aus den Betriebserlösen einer Solarstromanlage.

Mit dem Geld realisierte der Förderverein einen Fotowettbewerb zum Thema "Mein Kiez, meine Stadt". 15 Kinder nahmen an dem einwöchigen Projekt des Medienkompetenzzentrums Meredo, Namslaustraße 45/47, teil. Ursprünglich gab es nur zehn Plätze. "Aber dank der Spende konnten wir fünf Kinder mehr aufnehmen", berichtete Leiter Frank Göldner. Die 1450 Euro waren also schon ausgegeben, als Gewobag-Vorstand Hendrik Jellema und der Geschäftsführer der Berliner Energieagentur GmbH, Michael Geißler, den Scheck am 19. November überreichten. Dazu gab es aber noch zehn Solarbaukästen. Das Geld für das vorweihnachtliche Geschenk stammt aus den Betriebserlösen der Photovoltaikanlage auf Dächern des Wohnungsunternehmens Gewobag in der Biedenkopfer Straße. Die Anlage war im vergangenen Jahr für rund 300 000 Euro installiert worden. Die Berliner Energieagentur ist Mieterin der Dächer. Die Mieteinnahmen aus 2011 spendete die Gewobag nun an das Meredo.

Laut Michael Geißler von der Energieagentur gehört die Anlage in der Biedenkopfer Straße zu den ertragreichsten in Berlin. So lag die Strom-Ernte im vergangenen Jahr bei mehr als 116 000 Kilowattstunden. Mit dem Ökostrom können 50 Haushalte versorgt werden. Insgesamt betreibt die Energieagentur 38 Solarstromanlagen in der Hauptstadt.

Die sonnigen Aussichten der hauseigenen Anlage bestätigten auch das Engagement der Gewobag. "Die Dächer haben sich als optimal erwiesen und bestärken uns darin, weiter in den Klimaschutz zu investieren", so Hendrik Jellema. Auch in der Quäkerstraße in Reinickendorf sowie in Haselhorst in Spandau gibt es solche Kooperationen zwischen Gewobag und Energieagentur.

Der Staatssekretär für Stadtentwicklung, Ephraim Gothe (SPD), der ebenfalls bei der Spendenübergabe dabei war, lobte die Initiative des Wohnungsunternehmens. Der Klimaschutz in der Hauptstadt sei auf einem guten Weg. Das Land Berlin will bis 2020 die CO2-Emissionen um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Helfen sollen dabei Photovoltaikanlagen und energetische Sanierungen. "Mittlerweile haben wir in Berlin alle Wohnungsunternehmen mit im Boot, um dieses Ziel zu erreichen", sagte Gothe. Im kommenden Jahr will der Senat ein entsprechendes Energiewendegesetz auf den Weg bringen.


Ulrike Kiefert / uk
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