Offenhalten von Tegel im Gespräch

Am 13. April demonstrierten in Tegel rund 300 Menschen gegen Fluglärm. (Foto: Christian Schindler)

Tegel. Rund 300 Menschen haben am 13. April gegen die zunehmenden Nachtflüge von und nach Tegel am Flughafen demonstriert. Mit der Aktion wollten mehrere Bürgerinitiativen darauf aufmerksam machen, dass der steigende Flugverkehr in der Region vor allem über Tegel abgewickelt wird.

Das führt dazu, dass auch in der Nacht immer häufiger Flugzeuge zu hören sind. Die Demonstranten sind auch irritiert über Äußerungen des neuen Flughafen-Chefs Hartmut Mehdorn, der gleich nach seinem Amtsantritt die Offenhaltung von Tegel angeregt hatte. Noch auf einer Pressekonferenz am 12. April hatte Mehdorn für eine Aufweichung des Planfeststellungsbeschlusses für Tegel plädiert. Der sieht die Schließung von Tegel spätestens ein halbes Jahr nach der Eröffnung des neuen Großflughafens in Schönefeld vor. Mit einer schrittweisen Öffnung von Schönefeld könne, so Mehdorn, auch Tegel längere Zeit am Netz bleiben. Der Flughafenaufsichtsratschef, der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), sprach sich auf derselben Pressekonferenz allerdings gegen einen dauerhaften Parallelbetrieb von Schönefeld und Tegel aus.

Während sich der Widerstand gegen den Flughafen Tegel formiert, finden sich auch seine Anhänger zusammen. Die Junge Union Reinickendorf, Nachwuchsorganisation der CDU, hat am 17. April ihre Kampagne "Wir sind voll auf TXL" gestartet. Sie fordert zwar eine Entlastung des Flughafens durch Verlegung von Flügen nach Schönefeld, aber zugleich auch eine dauerhafte Offenhaltung des Airports und obendrein einen eigenen U-Bahnhof.


Christian Schindler / CS
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