Tegel sofort schließen oder für immer offenhalten

Am Flughafen Tegel herscht immer viel Betrieb. (Foto: Christian Schindler)

Tegel. Im Zuge der Berliner Flughafendiskussion engagieren sich immer mehr Menschen sowohl für als auch gegen den Flughafen Tegel.

Die Bürgerinitiative Tegel lädt am 8. Juni um 12 Uhr in den Saal der Bezirksverordneten des Rathauses Reinickendorf am Eichborndamm 215-239. Dort wird Rechtsanwalt Andreas Machacek darüber sprechen, was bei der Planung und Durchführung von Demonstrationen zu beachten ist. Die Bürgerinitiative informiert jetzt über die Webseite www.tegelschliessen.de. Zugleich hat sich am 23. Mai in Zehlendorf der Verein "Tegel bleibt offen" konstituiert. Die Vereinsmitglieder wollen per Volksentscheide in Berlin und Brandenburg dafür sorgen, dass die geltende Rechtslage geändert wird, nach der Tegel spätestens sechs Monate nach der Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg "Willy Brandt" in Schönefeld geschlossen werden muss. Die Vereinsmitglieder halten die weitere Nutzung Tegels als Flughafen sowohl in finanz- wie verkehrspolitischer Hinsicht für notwendig. Damit sein Anliegen eine Chance hat, muss der Verein in beiden Bundesländern jeweils 20 000 Unterschriften für sammeln.

Am 27. Mai hatte Flughafenchef Hartmut Mehdorn die Diskussion um beide Flughäfen weiter befeuert. Mehdorn schlug eine "Blitzeröffnung" für Schönefeld mit der Fluglinie Easy-Jet noch für dieses Jahr vor. Damit würde Tegel jedoch mindestens ein weiteres halbes Jahr am Netz bleiben. Mehdorn konkretisierte damit seine früheren Vorschläge, grundsätzlich beide Flughäfen offen zu halten.


Christian Schindler / CS
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