Zunahme des Flugverkehrs ist eine Zumutung für Anwohner

Tegel. Der Spandauer Bundestagsabgeordnete Swen Schulz (SPD) kritisiert die Bundesregierung für ihre Haltung zur Situation der Anwohner des Flughafens Tegel.

Im Zusammenhang mit zunehmenden Belastungen durch die Ausweitung des Flugverkehrs in Tegel hatte Schulz die Bundesregierung gefragt, was sie zur Entlastung plane. Der Parlamentarische Staatssekretär Jan Mücke (FDP) erklärte nun, dass die Bundesregierung nichts unternehmen werde. Stattdessen wies er die Verantwortung der Geschäftsführung der Flughafengesellschaft sowie - laut Schulz besonders pikant - dem Flugkoordinator, einer untergeordneten Behörde des Bundesverkehrsministeriums, zu."Das ist einfach unglaublich", meint Schulz. "Anstatt sich zu bemühen, die Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, werden hier die Verantwortlichkeiten hin und her geschoben. Wozu ist der Bund eigentlich Miteigentümer und hat einen Vertreter im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft?"

Schulz kritisiert konkret, dass mit dem Winterflugplan die Fluggesellschaft Germanwings von dem alten Flughafen Schönefeld nach Tegel umgezogen ist. Der Abgeordnete betont, dass aufgrund der Probleme mit dem neuen Flughafen zusätzliche Flüge via Tegel akzeptabel seien, solange sie unvermeidbar sind. Doch statt zusätzlicher, nicht notwendiger Verlagerungen von Schönefeld nach Tegel müssten jetzt umgekehrt Verlagerungen von Tegel nach Schönefeld vorgenommen werden. Schulz hat sich auch an den Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Wowereit (SPD) gewandt: "Ich setze darauf, dass der Regierende Bürgermeister eine andere Haltung hat."


Christian Schindler / CS
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